R1234yf oder R134a: Geräte für den Klimaservice

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Auch wenn die Einführung von R1234yf überaus chaotisch verläuft: Werkstätten müssen sich auf das neue Klimakältemittel einstellen. Namhafte Gerätehersteller bieten entsprechende Geräte an.

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Kälte-Technik, heißes Thema: Beim Klimaserivce werden sich Werkstätten auf Neuerungen einstellen müssen.
Kälte-Technik, heißes Thema: Beim Klimaserivce werden sich Werkstätten auf Neuerungen einstellen müssen.
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Die Einführung des neuen Klimakältemittels R1234yf läuft reichlich holprig und lässt manche Werkstatt ratlos zurück. Denn künftig werden im Klimaanlagen-Service neue Geräte oder Geräte mit neuen Funktionen und Fähigkeiten nötig. Die, wenn man so will, gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Das bekannte R134a wird Kfz-Betrieben noch für viele Jahre erhalten bleiben. Bis 31.12.2016 dürfen es die Fahrzeughersteller noch verfüllen. Der Klimaservicespezialist Waeco stellt dazu fest, dass bei einer durchschnittlichen Fahrzeuglebensdauer von 15 Jahren Werkstätten „ganz sicher sein können, noch bis 2031 Wartungsarbeiten an R134a-Anlagen durchzuführen“.

Die schlechte Nachricht: Kfz-Betriebe werden sich wohl künftig nicht nur auf ein, sondern „mindestens“ zwei neue Kältemittel einzustellen haben. Denn: Sowohl Daimler, als auch Volkswagen und BMW wollen mittel- bzw. langfristig nun doch auf CO2 als Kältemittel in ihren Klimaanlagen setzen. Schlimmstenfalls könnten, bis die entsprechende Technik marktreif ist, weitere Kältemittel(-mischungen) drohen. Auch wenn diese Entwicklungen noch Zukunftsmusik sind: R1234yf-Fahrzeuge werden Werkstätten und eher früher als später auf den Hof bekommen – allen voran die, die im Bereich Karosserieinstandsetzung aktiv sind (zum Online-Dossier „Kältemittel“).

Intensiver Einlesen können Sie sich in die Entwicklung in den »kfz-betrieb«-Ausgaben 49/2012 und 12/2013 (zum Heftarchiv für registrierte Abonnenten).

Mithilfe von Aktionen Geld sparen

Die verzögerte Einführung des neuen Klimakältemittels hat zuletzt den Investitionswillen zahlreicher Werkstätten gebremst. Entsprechend „motiviert“ sind die Anbieter von Klimaservicegeräten, vor allem ihre neuesten Modelle unters Volk zu bringen. Von den damit zum Teil verbundenen Aktionen können die Betriebe deshalb profitieren. So bietet z. B. die Firma Eichstädt Elektronik Klimaservicegeräte in Form einer „Alt-gegen-neu“-Aktion an. Kunden können bei den wahlweise als R134a- bzw. R1234yf-Variante erhältlichen Texa-Geräten bis zu 1.450 Euro sparen, wenn sie ihr altes Gerät in Zahlung geben.

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Das im letzten Jahr gegründete Gemeinschaftsunternehmen Hella-Nussbaum – in ihm ist das Klimaservicegeräteangebot von ATT (Nussbaum) aufgegangen – bietet hingegen spezielle Leasingpakete an. Entscheiden sich kaufwillige Werkstätten für so ein Gerät, bekommen sie eine kostenlose Werkzeug- und Verbrauchsmaterial-Dreingabe. Ab 65 Euro im Monat können Betriebe ein Modell der „Husky“-Baureihe erwerben. Auch Snap On Equipment plant für seine Geräte der Kool-Kare-Reihe entsprechende „Verkaufsförderungsprogramme“.

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