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Rallye Eifel Festival: Die etwas andere Oldie-Veranstaltung

| Autor: Steffen Dominsky

Über 40.000 Zuschauer erwartet das Rallye Eifel Festival, das Mekka des historischen Rallye-Sports. Das Motto in diesem Jahr lautet „Pikes Peak“. Logisch, dass Audi und Volkswagen mit entsprechenden Modellen hier nicht fehlen dürfen.

Das Rallye Eifel Festival ist inzwischen eines der größten historischen Rallye-Events weltweit.
Das Rallye Eifel Festival ist inzwischen eines der größten historischen Rallye-Events weltweit.
(Bild: ERF)

Reifen quietschen, Motoren heulen, Abgasanlagen röhren und bollern: Nein, es ist nicht Samstagabend in irgendeinem Industrieviertel einer deutschen Großstadt. Und ja, besagtes Geräuschszenario stammt von Oldtimern. In wenigen Tagen findet rund um die Eifelstadt Daun eine automobilhistorische Großveranstaltung der ganz besonderen Art statt: „Mehr als 160 ausgewählte Zeitzeugen aus über 50 Jahren Rallye-Geschichte werden die Vulkaneifel zum Beben bringen“, verspricht der Veranstalter der achten Ausgabe des „ADAC Eifel Rallye Festivals“ vom 19. bis 21. Juli. Und wie die Jahre zuvor dürfte er wohl auch dieses Mal sein Versprechen einlösen.

Von Donnerstag bis Samstagabend ist die Rallye-Meile in Daun ein weltweiter Treffpunkt all derer, für die Autorennen auch abseits künstlich angelegter und piekfein gepflegter Rennpisten stattfinden dürfen – egal ob historischer Zeitzeuge oder erst kürzlich Infizierter, egal ob als Pilot, Techniker, Offizieller oder Fan. Es ist, wie der Finne Timo Salonen – Rallye-Weltmeister von 1985 – sagt, ein „großartiges Klassentreffen“. Zudem bringen die Besitzer ihre originalen oder originalgetreu nachgebauten und mit viel Enthusiasmus gehegten Sportgeräte mit. Ihre Schätze schaffen sie in die Eifel und zeigen sie dort, wo sich diese Boliden am wohlsten fühlen: in Aktion auf echten Rallye-Wertungsprüfungen.

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Es ist ein rollendes Museum, das neben optischen auch akustische Hochgenüsse bietet. Man kann die Autos sehen, hören und auch riechen. Das Eifel Rallye Festival in Daun, das sich binnen weniger Jahre zu einer der weltweit größten Veranstaltungen für historische Rallyeautos entwickelt hat, steht dieses Jahr unter dem Motto „Pikes Peak“. Der 4.301 Meter hohe Berg im US-Bundesstaat Colorado ist seit 1916 Austragungsort des wohl berühmtesten amerikanischen Bergrennens. Rallye-Autos, die dort gewinnen, haben einen besonderen Status.

Da ist es mehr als nachvollziehbar, dass auch ein bekannter Hersteller aus Ingolstadt mit von der Partie ist. So geht Audi Tradition mit zwei legendären Rallyewagen an den Start. Zum Einsatz kommen zwei Siegerautos: der Audi Sport quattro S1 „Pikes Peak“, mit dem Walter Röhrl 1987 das Bergrennen in Colorado gewann, sowie der Audi Sport quattro, den 1985 Michèle Mouton lenkte. Ein doppelter Einsatz steht auch Ex-Europameister Jochi Kleint bevor. Er pilotiert den VW Golf Bimotor, mit dem er 1985 und 1986 am „heiligen Berg“ startete, ebenso wie seinen „Über-Golf“ von 1987, den Volkswagen in die Eifel bringt.

Die Reihe der Siegerfahrzeuge komplettiert das französische Peugeot-Museum. Sie bringen jenen originalen Peugeot 405 T16 Pikes Peak nach Daun, mit dem 1988 Ari Vatanen und 1989 Robby Unser am Pikes Peak gewonnen haben. Der Peugeot wird das ganze Wochenende in der Dauner Rallye-Meile ausgestellt. Und auch Harald Demut ist mit von der Partie: Er pilotiert auf den Prüfungen außerhalb der Festival-Parade einen privat eingesetzten Nachbau eines Audi Sport Quattro S1 E2. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "bike & busines", "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group