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RDKS-Tipps: Nie ohne Protokoll!

| Autor: Jan Rosenow

Werkstätten sollten bei jedem Radwechsel die Sensordaten aufnehmen, betont RDKS-Experte Thomas Zink. Und Tyresystem liefert eine Aufstellung aller Drehmomentwerte.

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Auf einen Blick: Anzugdrehmomente für alle wichtigen RDKS-Sensoren von Tyresystem.
Auf einen Blick: Anzugdrehmomente für alle wichtigen RDKS-Sensoren von Tyresystem.
(Bild: Tyresystem)

Der Frühling naht – und mit ihm die Zeit des Reifenwechsels. Bei immer mehr Fahrzeugen kommen nun auch die Reifendrucksensoren an das Ende ihrer Batterielebensdauer und müssen ausgetauscht werden. Der Reifenexperte Thomas Zink hat mit seinem Unternehmen Auswuchtwelt nach eigenen Angaben schon einige Hundert Werkstätten zum Thema RDKS geschult und ist mit den Fehlern bestens vertraut, die mache Betriebe auf diesem Gebiet machen.

Außer auf den korrekten technischen Ablauf des RDKS-Service sollten Kfz-Betriebe unbedingt auch auf eine vollständige Dokumentation achten, appelliert der Experte. Das ist vor allem für die Folgeaufträge wichtig.

Auf dem Übergabeprotokoll des Fahrzeugs sollten deshalb Sensorhersteller und -typ, ID und Kilometerstand des Fahrzeugs vermerkt sein. Dann kann es nicht passieren, dass ein neuer Reifen zusammen mit einem Sensor montiert wird, der bereits über 100.000 Kilometer gelaufen ist und nach wenigen Wochen ausfällt.

Auch der Sensortyp sollte aufgeschrieben werden. Dann weiß der Betrieb, wenn er den Servicekit (Dichtungen, Ventileinsatz, Staubkappe, Überwurfmutter) wechseln muss, schon vorher Bescheid, für welchen Sensor er die entsprechenden Teile bestellen muss. Ansonsten bleibt nur die Demontage des Reifens. Thomas Zink empfiehlt Kfz-Betrieben, sich bei RDKS-Universalsensoren auf einen oder zwei Lieferanten zu konzentrieren und nicht bei jedem Auftrag den jeweils günstigsten Anbieter zu wählen – dann geht der Überblick schnell verloren.

Tyresystem: Tabelle mit Drehmomentwerten

Viele Montageprobleme bei RDKS entstehen dadurch, dass die Sensoren nicht mit dem vorgegebenen Drehmoment festgezogen werden. Denn die vorgegeben Werte sind sehr niedrig und müssen trotzdem exakt eingehalten werden. Mit der neu erschienenen Drehmomentenübersicht der Internet-Großhandelsplattform Tyresystem können Kfz-Betriebe sich einen Überblick über die Vorgaben für RDKS-Sensoren der gängigsten Hersteller verschaffen. Insgesamt sind 19 Sensoren der Marken Alcar, Alligator, Cub, Huf, iM TPMS, Schrader, T-Pro und VDO aufgelistet. Innerhalb der drei Kategorien Überwurfmutter, Torxschraube und Ventileinsatz kann der Monteur die vorgegebenen Drehmomentwerte herauslesen. Die RDKS-Drehmomentenübersicht steht ab sofort kostenlos zum Download bereit.

DBV: Universalsensoren werden jetzt unprogrammiert geliefert

Der Internet-Reifengroßhändler DBV, Teil der Alcar-Gruppe, stellt sein RDKS-Angebot um und liefert vorprogrammierte Sensoren ab sofort nur noch in OE-Qualität aus. Das soll für die Nutzer folgende Vorteile ergeben:

  • ab Werk programmierte Sensoren, die mit den freigegebenen Fahrzeugen getestet sind
  • hohe Standzeit und Batterielebensdauer mit bis zu drei Jahren Garantie und zehn Jahren Batterielebensdauer
  • einfache Montage und gute Passgenauigkeit an fast allen Rädern
  • wenige bis keine Programmierzeiten mehr notwendig
  • Diagnosegeräte sind nur noch nötig, wenn der Anlernvorgang diese verlangt

Das heißt im Umkehrschluss, dass alle Universalsensoren zukünftig „leer“ ausgeliefert werden und deshalb in der Werkstatt programmiert werden müssen. Die dafür notwendigen Geräte liefert DBV ebenfalls. In Zukunft sind alle grün gekennzeichneten Sensoren in der Fahrzeugauswahl schon programmiert. Diese müssen nur noch am Fahrzeug angelernt werden. Informationen zu den Anlernverfahren finden Kfz-Betriebe im DBV-Komplettrad-Konfigurator.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group