Reifen-News aus Genf: Goodyear hebt ab

Goodyear präsentiert Reifen für fliegende Autos

| Autor: Jan Rosenow

Der Goodyear Aero zeigt, wie ein Reifen für fliegende Autos aussehen könnte.
Der Goodyear Aero zeigt, wie ein Reifen für fliegende Autos aussehen könnte. (Bild: »kfz-betrieb«/Yvonne Simon)

Ob kugelförmige Reifen oder Pneus mit Moos – auf dem Genfer Autosalon präsentiert Goodyear Jahr für Jahr Konzeptreifen, die wahrscheinlich nie verwirklicht werden. Aber sie sollen zumindest einen Eindruck davon vermitteln, an welchen Themen die Goodyear-Entwickler gerade arbeiten. Dieses Jahr zeigt der amerikanische Konzern mit dem Aero ein Rad-Reifen-Konzept, das fliegende Autos nicht nur auf dem Boden, sondern auch in der Luft vorantreiben soll. Die Radspeichen sind nämlich so ausgeformt, dass sie als Rotorblätter dienen und für Auftrieb sorgen.

Auf der Straße funktioniert die nichtpneumatische Rad-Reifen-Kombination wie ein gewöhnliches Rad – nur ohne Luftdruck. Die Speichen sind flexibel genug, um alle Stöße abzudämpfen. Geht das Fahrzeug in den Flugmodus über, drehen sich die Räder um 90 Grad, und beginnen als Rotoren zu arbeiten. Die Antriebskraft soll elektrisch übertragen werden, um die hohen nötigen Drehzahlen zu erreichen.

Motorsport ist noch immer beliebt

Noch ganz im Heute verhaftet sind weitere Produktneuheiten, die Goodyear mit an den Genfer See gebracht hat: Es handelt sich um die Premium-Performance-Serie, bestehend aus Eagle F1 Supersport, Supersport R and Supersport RS. Sie ist für Hochleistungsfahrzeuge ausgelegt und soll sich auch für die Rennstrecke eignen.

Der für den Straßeneinsatz ausgelegte Eagle F1 Supersport besitzt zwei Gummimischungen in der Lauffläche. Sie sollen sicherstellen, dass der auf trockenen Asphalt spezialisierte Reifen auch auf Nässe kein Risiko darstellt. Die R-Variante erreicht durch eine Gummimischung mit besonders hohem Reibwert laut Goodyear eine „exzellente Trockenhaftung“. Und der RS als Spitzenvariante ist ein Rennreifen mit Straßenzulassung.

Pirelli P Zero Winter: Ein Winterreifen mit Sommereigenschaften

Passend zur Location richten sich auch die Produktneuheiten der anderen Reifenhersteller an eine wohlhabende Zielgruppe mit besonders hohen Leistungsanforderungen. Etwa bei Pirelli: Der neue P Zero Winter soll der erste Winterreifen mit der Performance eines Sommerreifens sein. Ziel der Entwickler war es, den Besitzern von Supersportwagen und Luxusautomobilen das für den P Zero typische Fahrgefühl auch im Winter zu vermitteln.

Die Fahrer von leistungsstarken Elektroautos und Plug-in-Hybriden können das P-Zero-Gefühl nun ebenfalls erleben. Mit der „Elect“-Variante, die durch eine Seitenwandmarkierung erkennbar ist, liefert Pirelli nun eine besonders rollwiderstandsarme Variante seines UHP-Reifens. Sie besitzt zudem eine geräuschreduzierte Bauweise, um den niedrigen Lärmpegel in der Fahrgastkabine zu betonen. Schließlich bieten die mit „Elect“ gekennzeichneten Pirelli-Reifen ein Grip-Niveau, das den hohen Anforderungen des Elektroantriebs entspricht. Denn E-Motoren liefern das maximal verfügbare Drehmoment bereits im unteren Drehzahlbereich und benötigen daher Reifen, die vom Stillstand weg höchste Haftung bieten.

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