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Renault König plant weitere Zukäufe

| Autor / Redakteur: Birgit Hiemann / Christoph Baeuchle

Renault König startete mit Übernahmen ins neue Jahr. So soll es weitergehen: Im Rahmen der Feier zum 50-jährigen Bestehen kündigt Geschäftsführer Dirk Steeger weitere Übernahmen an.

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Dirk Steeger, Geschäftsführer Renault König, hat mit der Autohausgruppe noch viel vor.
Dirk Steeger, Geschäftsführer Renault König, hat mit der Autohausgruppe noch viel vor.
(Bild: Hiemann)

Renault König ist auf Expansionskurs und verfolgt ambitionierte Ziele. „Wir peilen im Jubiläumsjahr einen Umsatz von 230 Millionen Euro an“, erklärte Geschäftsführer Dirk Steeger. Ziel ist, 19.000 Fahrzeuge zu verkaufen, davon 9.000 Renault-Pkw. Weitere Einkaufstouren schließt Steeger mit Blick auf die Marke Fiat noch in diesem Jahr nicht aus: „Wir suchen nicht aktiv, man geht auf uns zu.“ In jedem Fall wolle man den Konzentrationsprozess in der Branche mitgestalten.

Dabei haben sich die Berliner die größten Geschenke zum Jubiläum selbst gemacht: Zu Jahresbeginn kaufte das Unternehmen vier Standorte der Thüringer Autohausgruppe Stiehler und streckt damit seine Fühler erstmals über die Landesgrenzen von Berlin und Brandenburg hinaus aus.

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Nur einen Monat später erweiterten die Königs ihr Portfolio und vertreiben im Berliner Speckgürtel nun an vier Standorten erstmals die FCA-Marken Fiat, Jeep, Alfa Romeo, Abart und Fiat Professionell. Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben bundesweit drittgrößter Fiat-Händler.

Es läuft also gut. Das hebt die Feierlaune im Jahr des 50-jährigen Bestehens. Zur stimmungsvollen Party anlässlich des Jubiläums kamen am Wochenende rund 700 geladene Gäste in die Firmenzentrale in Berlin-Schöneberg: langjährige Wegbegleiter, Vertreter der Hersteller, Mitarbeiter, Kunden, Familienangehörige und Freunde.

Schon heute ist das Unternehmen mit seinen 25 Filialen und über 600 Mitarbeitern in drei Bundesländern Deutschlands größter Vertragshändler für Renault und Dacia. Geschäftsführerin Dagmar König dankte besonders der Belegschaft, ohne deren „jahrelange und nimmermüde Mitarbeit, Unterstützung und Kooperation der Erfolg auf diesem permanent sich verändernden Markt nicht möglich gewesen wäre“.

Renault sieht Partnerschaft als Erfolgsgeschichte

Worte der Anerkennung fand auch Michael Borner, Flottenchef bei Renault Deutschland: „50 Jahre Autohaus König sind zugleich 50 Jahre Ehe mit der Marke Renault. Die Familie hat ein Imperium aufgebaut, Renault ist in derselben Zeit mit R4, R16, Scenic, Twingo und Espace gewachsen. Gemeinsam werden wir die Erfolgsstory fortschreiben.“

Den Grundstein für die Story legte Gotthard König 1966 mit einer freien Werkstatt in Westberlin. Die kleine Belegschaft schraubte zwei Jahrzehnte an Mercedes, VW, Ford und Opel. 1980 erhielt König einen Vertrag von Renault, zwei Jahrzehnte später einen von Dacia.

Nach dem Mauerfall bediente die Firma wie viele andere an der deutsch-deutschen Grenze den Nachfrageboom und steckte den Gewinn in den Bau und die Übernahme weiterer Autohäuser. Die Weichen waren gestellt. Der kleine Familienbetrieb prosperierte und wurde zum expandierenden Unternehmen – zum Markenhändler, der zeigt, dass mit günstigen Preisen, Qualitätsarbeit und innovativem Service wie dem eigenen Onlineautohaus oder der eigenen Leasinggesellschaft selbst auf dem hart umkämpften Berliner Automarkt Geld zu verdienen ist.

Die Autohausgruppe steht auf soliden Füßen mit effizienten Strukturen und vollzogenem Generationswechsel. Seniorchef Gotthard König engagiert sich als Geschäftsführer immer noch in der Firma, das operative Geschäft aber liegt seit Jahren in den Händen von Tochter Dagmar König und Dirk Steeger.

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