Westfield Sportscars Rennstreckenbetreiber übernimmt britische Automanufaktur

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Ohne Autos ist eine Rennstecke nichts. Als Rennstreckenbetreiber Autos selbst zu bauen, ist etwas Besonderes. Genau das passiert nun in Meppen. Dort wird perspektivisch die britische Marke Westfield Sportscars weitergeführt.

Westfield Sportscars schien in der Insolvenz am Ende. Jetzt erfolgt eine Übernahme durch Driving-Fun.com.(Bild:  LVK Fotografie)
Westfield Sportscars schien in der Insolvenz am Ende. Jetzt erfolgt eine Übernahme durch Driving-Fun.com.
(Bild: LVK Fotografie)

Die insolvente britische Automanufaktur Westfield Sportscars hat eine Zukunft. Das Unternehmen aus Bicester im Raum Oxford wird von dem Rennsport-Organisator Driving-Fun.com übernommen und weitergeführt, wie aus einer Mail des Käufers hervorgeht. Driving-Fun.com ist in der Rennszene bekannt als ein Veranstalter sogenannter Trackdays in Europa.

Westfield existiert seit 1983 und startete mit dem Nachbau eines Lotus Eleven (Westfield 7SE). Seither wurden rund 16.000 Fahrzeuge in Handarbeit gefertigt, rund 400 im Jahr. Nach der Abwicklung der Übernahme soll die Produktion der verschiedenen Modelle in Meppen (Deutschland) in einer neuen Produktionsstätte fortgeführt werden. Dort betreibt Driving-Fun.com eine Rennstrecke. Auch die Ersatzteilversorgung für bestehende Westfield-Fahrzeuge soll künftig von Meppen aus erfolgen.

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Zunächst soll die Produktion bestehender Modelle wie SE, XI Le Mans und Westfield Cup fortgesetzt werden. Parallel will der neue Eigner an mehreren neuen Modellen für Straße und Rennstrecke arbeiten.

Westfield Sportscars musste im Jahr 2022 Insolvenz anmelden. Lange war danach ergebnislos versucht worden, einen Käufer zu finden. Zuletzt sah es nach einer kompletten Liquidation des Unternehmens aus – worüber die Westfield-Webseite noch heute informiert („… um den Prozess der Liquidation zu beginnen“). Laut der Pressemitteilung soll die Webseite in Kürze erneuert werden.

Hinter Driving-Fun.com steht der Niederländer Peter Tunissen. Sein Unternehmen veranstaltet gut 100 Trackdays pro Jahr. Aufgrund dieser Veranstaltungen und der eigenen Renn- und Teststrecke sieht er „großes Potenzial für die Marke im Breiten- und Leistungssport“, wie es in der Mitteilung heißt.

Im Gespräch mit der britischen Zeitschrift „Autocar“ machte Tunissen deutlich, dass die Übernahme von Westfield „definitiv keine reine Routineentscheidung im Geschäftsleben“ ist. Er habe die Kombination aus hoher Leistung und Erschwinglichkeit der in Großbritannien gebauten Fahrzeuge schon lange bewundert.

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