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Restwertriesen 2020: Premium hält besser

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Christoph Seyerlein

Zweimal im Jahr prognostizieren „Focus Online“ und Bähr & Fess Forecasts die Restwerte von heutigen Neuwagen in fünf Jahren. Das aktuelle Ranking zeigt: Wer beim Kauf auf Wertstabilität achtet, dürfte häufig bei Premium-Modellen fündig werden.

Dem Porsche Macan S Diesel prognostizieren Focus Online und Bähr & Fess Forecasts bis 2020 einen Wertverlust von nur 39 Prozent – Bestwert bei unter den prozentualen Klassensiegern.
Dem Porsche Macan S Diesel prognostizieren Focus Online und Bähr & Fess Forecasts bis 2020 einen Wertverlust von nur 39 Prozent – Bestwert bei unter den prozentualen Klassensiegern.
(Bild: Porsche)

Wer beim Autokauf auf die Restwertentwicklung eines Autos achtet, sollte ein Premium-Modell wählen. Das legt zumindest eine Auswertung der „Restwertriesen 2020“ von „Focus Online“ und der Prognose-Spezialisten von Bähr & Fess Forecasts nahe. Den prozentualen Bestwert erzielte in der aktuellen Analyse der Porsche Macan S Diesel, dem die Experten im Jahr 2020 einen Restwert von 36.934 Euro vorhersagen, was 61 Prozent vom Neupreis entspricht. Ebenfalls starke Ergebnisse fuhren der Mini Clubman One (58 % vom Neupreis) und der Porsche 718 Boxster (57 %) ein.

Zweimal jährlich veröffentlicht „Focus Online“ die Wertverlust-Prognosen für Neuwagen in den ersten fünf Jahren nach der Erstzulassung in 16 Fahrzeugklassen. Auffällig bei der aktuellen Auswertung: Lediglich in den Segmenten Minis und Vans liegt kein Modell eines Premium-Herstellers an der Spitze des Rankings. Das Mini-Segment ging an den Opel Karl, den Spitzenplatz bei den Vans teilten sich der Ford S-Max und der Renault Espace. Alle Klassensieger finden Sie in der Bildergalerie.

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Der durchschnittliche Wertverlust über alle Fahrzeugklassen hinweg beträgt den Autoren zufolge im ersten Jahr bei einer Laufleistung von 15.000 Kilometern 24,2 Prozent. In den folgenden Jahren sollen es jeweils nur rund fünf bis sechs Prozent sein.

Verschiedene Faktoren bestimmen Restwertentwicklung

In ihre Restwertprognosen lassen die Experten verschiedene Faktoren einfließen. Im wesentlichen sei der Wertverlust abhängig von der Fahrzeugklasse, dem Image des Herstellers, dem Zustand des Autos im Vergleich zum Alter (Laufleistung, technischer Zustand, Pflegezustand, Zubehör, etc.) und von der Marktgängigkeit. Daneben beachten die Studienautoren auch aktuelle Entwicklungen in der Autobranche, so zum Beispiel in diesem Jahr die Abgas-Affäre rund um VW. Auch die Wirtschaftslage spielt eine Rolle bei der Preisermittlung.

Keine Auswirkung auf die Ergebnisse hat dagegen die Sonderausstattung der Autos. „Zwar entspricht dies nicht der Realität, ist aber ein probates Mittel, um Daten zu erhalten, die sich fair vergleichen lassen“, heißt es dazu bei „Focus Online“.

Als Datenbasis für ihre Einschätzungen nutzen die Analysten zudem alle am Markt verfügbaren Gebrauchtwagenwerte, das Preisniveau in Gebrauchtwagenbörsen sowie insbesondere die Auswertung zahlreicher Portfolioanalysen. Diese greifen auf Ergebnisse aus der Bewertung von Großfuhrparks zurück.

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