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Roland Krüger wird neuer BMW-Vertriebschef

Autor: Stephan Richter

Die Händler sind nicht begeistert, dass auf dieser Position gerade jetzt ein Wechsel stattfindet: BMW setzt Roland Krüger an die Spitze des Deutschland-Vertriebs.

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(Bild: VBM-Archiv)

BMW setzt ab März 2013 Roland Krüger (47) an die Spitze ihrer Vertriebsregion Deutschland. Krüger folgt auf Karsten Engel, der nach drei Jahren in dieser Tätigkeit die Region China übernehmen soll.

Nach einer kurzen Übergabephase ab Februar tritt Krüger am 1. März 2013 seine neue Position an. Der studierte Designer und Betriebswirt ist seit 1998 bei BMW tätig und verantwortete seither verschiedene Fach- und Führungspositionen in Deutschland und Asien. Zuletzt war er vier Jahre lang Leiter der japanischen BMW-Vertriebsgesellschaft.

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Auf Krüger warten viele Aufgaben

Nach den Rekordjahren 2010 und 2011 erlitten die Händler in Deutschland 2012 aufgrund stagnierender Verkäufe und des neuen Preissystems des Herstellers eher Schiffbruch, sagt Werner E. Entenmann, Präsident des Verbands Deutscher BMW-Vertragshändler (VDB) im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. „Das Modell ist auf Wachstum ausgelegt. Wenn dies nicht vorhanden ist, dann muss BMW nachschärfen, damit wir gute Renditen erwirtschaften können“, sagt Entenmann.

Der Verbandspräsident bedauert daher, dass auf der Position des Vertriebsleiters gerade zu diesem Zeitpunkt ein Wechsel stattfindet: „Dass Herr Engel geht, ist bereits seit dem Frühjahr 2012 ein Thema. Dabei handelt es sich aber um eine Konzernangelegenheit, auf die wir keinen Einfluss haben. Herr Engel hat aber einen guten Job gemacht und hinterlässt strukturierte Prozesse.“

„Konträre Gespräche“ mit dem Hersteller

Mit Krüger habe der VDB bislang noch nicht zusammengearbeitet. „Herr Krüger war bislang im Produktdesign tätig und hat Erfahrungen in drei Märkten gesammelt. Es bleibt abzuwarten, inwieweit er seine Mannschaft verändert und ob wir noch mehr neue Ansprechpartner bekommen“, sagt Entenmann.

Neben der andauernden Debatte zum Preissystem stehen Krüger auch Diskussionen zu den neuen Händlerverträgen der BMW Group und den damit verbundenen Standards bevor. „Da ist derzeit eine Menge Unruhe drin und wir befinden uns in einem sehr konträren Gespräch mit dem Hersteller“, sagt Entenmann.

Welche Themen sich Krüger auf die Agenda setzt, ist noch nicht definiert, sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage.

Engel vertieft Asien-Know-How

Karsten Engel (54) wechselt bereits im Januar nach Peking und übernimmt zum 1. März 2013 die Leitung der Region China. Zu dieser Aufgabe gehört auch die Koordination des Joint Ventures BMW Brilliance Automotive. Engels Vertriebs-Know-How für den asiatischen Bereich greift tief: Von 1994 bis 1998 war er als BMW-Regionalmanager Südostasien tätig und übernahm in den Folgejahren die Posten als Präsident der BMW und Rover Korea Ltd. sowie von BMW Thailand.

Engel folgt in seiner neuen Position auf Christoph Stark (58), der BMW zum 28. Februar nach fast neun Jahren an der Spitze der Region China verlässt und in den Ruhestand tritt. Von Januar bis November lieferte der Hersteller in China rund 296.000 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce an seine Kunden aus.

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