So gelingen Change-Prozesse in Autohäusern Rückenwind statt Gegenwind

Von Silvia Lulei und Siynet Spangenberg 5 min Lesedauer

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Autohäuser müssen sich verändern, um zukunftsfähig zu bleiben – „und an dieser Aufgabe scheitern sie leider oft“, sagt Michael Hampel. Der erfahrene Trainer und Berater in der Autobranche weiß, woran das liegt und was fürs Gelingen nötig ist.

Wer Change-Prozesse im Unternehmen erfolgreich umsetzen möchte, sollte die Führungskräfte und das Team dafür begeistern.(Bild:  radekcho - adobe.stock.com)
Wer Change-Prozesse im Unternehmen erfolgreich umsetzen möchte, sollte die Führungskräfte und das Team dafür begeistern.
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Zuallererst muss das Vorhaben mit allen Beteiligten zusammen entwickelt werden. Was lediglich „von oben“ bestimmt wird, nehmen die Menschen nicht an. „Sie schalten in diesem Fall oft auf Widerstand“, so Michael Hampel, Experte für Führung und nachhaltige Change-Prozesse. Wir seien nun einmal alle Gewohnheitstiere, würden uns gerne in der Komfortzone einrichten, in der alles wie immer läuft. Soll jemand von heute auf morgen etwas anders machen, fragt er sich zunächst: Warum? Was bringt mir das? Wird das vielleicht nachteilig für mich sein?

Ein weiterer Punkt: Die direkt Betroffenen wissen am besten, wo es hakt, wo man etwas verbessern müsste. Trotzdem würden in vielen Unternehmen Change-Projekte über deren Köpfe hinweg geplant und umgesetzt, erzählt Hampel. Einer seiner Kunden wollte eine neue Werkstatt bauen, die für Wohnmobile und größere Nutzfahrzeuge nötig geworden war. Zunächst bezog man die Mitarbeiter der Werkstatt überhaupt nicht in die Planung mit ein. Erst als Hampel das bei der Geschäftsleitung anregte, war das gesamte Führungsteam dabei und machte mit Feuereifer Vorschläge, an die bis dahin niemand gedacht hatte. Nun standen alle voll hinter dem Projekt, die Skepsis war verflogen.