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Rückrufe für gut 50.000 deutsche Renault-Kunden

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Weil sich der Dachspoiler und die Außenhaut der Fronthaube lösen können, müssen weltweit über 220.000 Renault Twingo in die Werkstatt. Für den Mégane GT gibt es zudem einen kleinen Kupplungs-Rückruf.

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(Bild: Renault)

Zwei größere Rückrufe für den Twingo III und einen kleineren für den Mégane IV GT haben die Renault-Partner seit Anfang Mai beziehungsweise Anfang April vor der Brust. Probleme bereiten die Fronthaube und der Dachspoiler der aktuellen Twingo-Generation sowie die Kupplung der vierten Generation des Mégane GT. Zu allen drei Problemen seien keine Unfälle bekannt, betonte der Hersteller.

Der größte Rückruf betrifft jene Twingo, die vom Produktionsstart der dritten Generation im Jahr 2014 bis einschließlich 13. Dezember 2016 gebaut wurden. Bei knapp 50.000 Einheiten in Deutschland könnten sich der Dachspoiler und/oder die Befestigungsstifte der Heckscheibe vom Fahrzeug lösen, sagte Martin Zimmermann, Vorstand Kommunikation der Renault Deutschland AG, auf Anfrage von »kfz-betrieb«.

Bei etwas über 20.000 hierzulande registrierten Twingo, die bis einschließlich 6. Juli 2015 produziert wurden, könne zudem ein möglicher Bruch von Kunststoffschweißpunkten dafür sorgen, dass sich die Außenhaut der Fronthaube ablöst. In beiden Fällen müssen die betroffenen Teile in der Werkstatt durch Verklebung verstärkt werden, was laut Zimmermann jeweils etwa eine halbe Stunde dauert. Der Dachspoiler-Rückruf trägt den Code „OCHE“ und umfasst weltweit 221.000 Fahrzeuge. Bei knapp 98.000 davon, muss zusätzlich die Fronthauben-Aktion „OCHD“ durchgeführt werden.

Der Twingo-Bruder Smart Forfour ist laut einem Daimler-Sprecher von beiden Aktionen nicht betroffen.

Richtig klein nimmt sich da im Vergleich ein Kupplungs-Rückruf für die GT-Sportversion des Mégane IV aus. Er umfasst weltweit 8.290 Einheiten, davon 1.492 in Deutschland. „Bei starker Beschleunigung besteht die Gefahr einer Überhitzung der Kupplung“, begründete Zimmermann diese Maßnahme. Bei Modellen, die zwischen 1. November 2015 und 23. Januar 2017 vom Band liefen, steht eine Neuprogrammierung der Steuergeräte, des Getriebes und der Einspritzanlage an. Für die Aktion „0CJB“ sind zwischen 35 und 65 Minuten angesetzt.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist