Scheinwerfereinstellplatz: Bald wird’s ernst

Redakteur: Norbert Rubbel

Die neue Scheinwerferprüfrichtlinie sorgt im Kfz-Gewerbe für Unruhe. Was die Betriebsinhaber zu den Prüfgeräten und Einstellplätzen wissen sollten, erläutert Matthias Pfau auf der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe.

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Betriebsberater Matthias Pfau erläutert auf der Fachtagung die Anforderungen an den Scheinwerfereinstellplatz.
Betriebsberater Matthias Pfau erläutert auf der Fachtagung die Anforderungen an den Scheinwerfereinstellplatz.
(Bild: Pfau)

Die Zeit drängt. Schon ab dem 1. Januar 2018 müssen die Inhaber von Kfz-Betrieben nachweisen, dass ihre Einstellgeräte und -plätze für die Kontrolle der Scheinwerfer die neue Scheinwerferprüfrichtlinie erfüllen. Wer keinen vorschriftsmäßigen Einstellplatz hat und nicht über das entsprechende Prüfequipment verfügt, darf die Hauptuntersuchung (HU) nicht mehr durchführen.

Ist der Arbeitsplatz für die HU nicht mehr geeignet, geht dem Unternehmen nicht nur ein wichtiges Kundenbindungsinstrument verloren. Es riskiert auch, dass wichtige Erträge wegbrechen, die sich aus dem HU-Geschäft in der Regel erwirtschaften lassen.

Amtliche Prüfungen: Alles neu ab 2018

Es reicht nicht aus, dass die Einstellgeräte gültige Prüfsiegel besitzen. Die neue Richtlinie verlangt von den Werkstätten ein umfassendes Prüfsystem. Dafür müssen die Inhaber möglicherweise auch bauliche Maßnahmen durchführen, um die Aufstellflächen für die Geräte korrekt zu gestalten. Zudem muss der komplette Arbeitsplatz für die Scheinwerfereinstellung von einem akkreditierten Dienstleister abgenommen werden.

Welche Anforderungen die neue HU-Scheinwerferprüfrichtlinie an die Werkstätten stellt, erläutert Betriebsberater Matthias Pfau am 28. Oktober 2017 auf der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe im Würzburger Vogel Convention Center. Sie steht unter dem Leitspruch: „Amtliche Prüfungen: Alles neu ab 2018!“

„Die Inhaber und Mitarbeiter müssen sich mit dem Thema Lichteinstellung intensiver auseinandersetzen, weil sie bestimmte Mindestanforderungen erfüllen müssen“, rät Matthias Pfau. Das gilt aber nicht nur für die Scheinwerferprüfgeräte und deren Einstellplätze, sondern auch für Bremsenprüfstände, die ab 1. Januar ebenfalls „normkonform kalibriert“ werden müssen.

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Zu den weiteren Highlights der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe zählen auch Beiträge wie „Die Amtlichen Prüfungen in der Werkstatt: Was benötigt der Betrieb heute und in Zukunft“ von ASA-Präsident Frank Beaujean, „Die Zukunft der HU im europäischen Vergleich“ von Prof. Friedrich Bollinger von der Uni St. Gallen und „Die Abgasuntersuchung der Zukunft – Ein Ausblick“ von Christian Rahner vom Messtechnikspezialisten Maha.

Zudem begleiten zahlreiche Aussteller die Fachtagung für freie Werkstätten und Servicebetriebe. Sie präsentieren ihre Werkstattausrüstungen und informieren die Teilnehmer über neue Serviceleistungen rund ums Werkstattgeschäft.

Interessiert? Dann sollten Sie einen Blick in das Fachtagungsprogramm werfen und sich anmelden.

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