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Scheinwerferinstandsetzung: Schwach matt

| Redakteur: Steffen Dominsky

Zunächst sind sie durchsichtig und klar, nach Jahren oft das krasse Gegenteil: verhagelt, verkratzt, vergilbt. Wer Scheinwerfer nun abschleift und poliert/lackiert, handelt illegal. Es sei denn, er setzt auf das System Spray-Max, behauptet Erfinder Kwasny.

Glas hält ewig. Und Kunststoff? Ist die hauchdünne Lackschicht bei Poylcarbonat-Abdeckscheiben erst einmal zerstört, sieht es in Sachen Lichtausbeute und Streuung düster aus.
Glas hält ewig. Und Kunststoff? Ist die hauchdünne Lackschicht bei Poylcarbonat-Abdeckscheiben erst einmal zerstört, sieht es in Sachen Lichtausbeute und Streuung düster aus.
(Foto: Dominsky)

In den Siebzigern passierte es: Plötzlich lackierten Autobauer die Hauben einiger ihrer Modelle schwarz, genauer gesagt mattschwarz. Weshalb? Weil es sportlich aussah! Offizielle Begründung: Der matte Lack – zumindest der auf der vorderen Haube – verhindere Lichtreflexionen, die den Fahrer beim beherzten Ritt auf den 155er-Schlappen irritieren könnten. Ah ja.

Rund drei Jahrzehnte später ist matt wieder hip, besser gesagt noch hipper. Jetzt taucht man das gesamte Fahrzeug in matte Töne, selbst die Felgen. Auch ein anderes Bauteil kommt nun immer öfter matt daher. Nur: Bei ihm ist das nicht erwünscht! Im Gegenteil: Es stört optisch und das im doppelten Sinn. Denn matte Abdeckscheiben – so nennt man Scheinwerfergläser jetzt – sind nicht nur ein Makel für das Auge des Betrachters, sie haben auch gravierende Nachteile bezüglich der Lichtausbeute und des Blendvermögens. Das wissen auch HU-Prüfer: „Die Zahl der Fahrzeuge, die mit verhagelten, verkratzten und vergilbten Scheinwerfern im Rahmen der HU negativ auffallen, steigt von Jahr zu Jahr spürbar an“, weiß Wolfgang Sigloch von Dekra zu berichten. „Allerdings ist die Zahl nach wie vor sehr niedrig.“