Jaguar Land Rover Schneider-Gruppe eröffnet Vier-Millionen-Euro-Betrieb

Autor Viktoria Hahn

Trotz Verzögerungen, hat die sächsische Handelsgruppe ihren dreigeschossigen Flagship-Store für Jaguar Land Rover nach doch verhältnismäßig kurzer Bauzeit beziehen können. Mit dem Neubau erweitert der Mehrmarkenhändler sein Portfolio um den Premiumbereich.

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Der sächsische Mehrmarkenhändler Schneider ist mit seinem dreigeschossigen Neubau für Jaguar Land Rover in Chemnitz gestartet.
Der sächsische Mehrmarkenhändler Schneider ist mit seinem dreigeschossigen Neubau für Jaguar Land Rover in Chemnitz gestartet.
(Bild: Schneider-Gruppe)

Die Schneider-Gruppe ist Ende November mit ihrem dreigeschossigen Neubau für Jaguar Land Rover in Chemnitz gestartet. Das teilte der Hersteller in einer Pressemitteilung mit. Rund 15 Monate dauerte die reine Bauzeit des 12.000-Quadratmeter-Flagshipstores gemäß den Vorgaben der „Arch“-Architektur der britischen Premiummarke.

In das Vorhaben hat der Mehrmarkenhändler nicht nur rund vier Millionen Euro, sondern auch jede Menge Zeit investiert: „Das Gelände hatte nicht die gewünschte Tragkraft. Deshalb musste der Boden ausgetauscht werden, was erhebliche Mehrkosten und auch Verzögerungen mit sich brachte“, erläuterte eine Sprecherin der Schneider-Gruppe auf Nachfrage von »kfz-betrieb«.

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Denn bereits 2016 fiel die ursprüngliche Entscheidung zur Investition in den Exklusivbetrieb. Schon seit 2017 verkaufte der Händler die Fahrzeuge der britischen Premiummarke auf dem jetzigen Grundstück neben dem Chemnitzer Renault-, Dacia-, Seat- und Cupra-Autohaus der Gruppe übergangsweise in einem Zelt. Wie die Sprecherin weiter erklärte, mussten nämlich zunächst zwei weitere Bauabschnitte – das Reifenlager für 1.600 Radsätze und die Werkstatt – fertiggestellt werden. Denn auf dem Gelände seien keine parallelen Bautätigkeiten möglich gewesen.

Der nun fertiggestellte Neubau kann sich aber durchaus sehen lassen: Er verfügt über rund 1.400 Quadratmeter Ausstellungsfläche sowie einen 860 Quadratmeter großen hochmodernen Werkstattbereich mit sechs Werkstattplätzen und zwei Sonderarbeitsplätzen.

Strom wird selbst erzeugt

Auch für die Anforderungen an E-Mobilität ist die Gruppe am neuen Standort gerüstet: Auf dem Gelände hat Schneider neun Ladestationen für elektrische Fahrzeuge installiert. Weiterhin wird der Strom für das Gebäude durch Solaranlagen und ein Blockheizkraftwerk komplett selbst erzeugt und auch zur Wärme- und Kältegewinnung genutzt.

Zusätzliches Highlight am Standort ist laut Unternehmen die Integration eines Special Vehicle Operation (SVO) Centers, das High-Performance-, Luxus- und Individual-Modelle anbietet. Laut der Sprecherin spielt bei diesem Konzept vor allem die Individualisierung der Modelle eine Rolle, zum Beispiel durch besondere Lackierungen. In dem Center arbeiten zudem nur von Jaguar Land Rover speziell ausgebildete Verkäufer und Techniker.

Zwei Ehrengäste am Eröffnungstag

Eine große Eröffnungsfeier konnte im November Corona-bedingt natürlich nicht stattfinden. Dennoch schauten Rainer Ohlenhard, Direktor Händlernetzentwicklung, und Jan Kas van der Stelt,Geschäftsführer Jaguar Land Rover Deutschland, bei Schneider vorbei, um das Eröffnungsband gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter der Gruppe, Marko Schneider, durchzuschneiden.

Dieser meinte am Eröffnungstag: „Chemnitz ist unsere Heimat, von hier nahm die Entwicklung des Unternehmens nach der Wende ihren Lauf. Der Neubau ist ein klares Bekenntnis zum Standort und seinen Menschen. Wir sind stolz, dass wir mit Jaguar und Land Rover weiter wachsen und unser Portfolio um den Premiumbereich erweitern konnten.“

460 Mitarbeiter an 15 Standorten

Die 1977 gegründete Schneider-Gruppe beschäftigt an 15 Standorten in Sachsen und Oberfranken insgesamt 460 Mitarbeiter, darunter 65 Auszubildende. Am Firmensitz in Chemnitz arbeiten dabei rund 100 Mitarbeiter, davon 12 im neuen Jaguar-Land-Rover-Autohaus.

Neben Jaguar Land Rover vertreibt der Händler außerdem die Marken Dacia, Renault und Seat und Cupra. Rund 11.000 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge vermarktet das inhabergeführte Unternehmen jährlich.

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