Selbst, wenn der Fahrer mal etwas zu mutig einlenkt, quietscht oder raucht kein Reifen. Zusammen mit dem feinfühlig eingreifenden ESP ist das Programm praktisch eine eingebaute Versicherung, die mit der Modellpflege in den Kleinwagen Einzug hält. Serienmäßig.
Genau wie 17-Zoll-Räder, schwarze Außenspiegel und Diffusor, Xenonlicht, Klimaautomatik, Touchscreen-Navi, Multifunktionslenkrad, den üblichen Komfort-Helferlein, Einparkhilfen rundum und sportlich verzierter Innenausstattung. Auch per Soundgenerator kreierte Sport-Akkustik lässt sich röhren, vor allem ab 4.000 Umdrehungen.
Im niedrigeren Drehzahlbereich mag der Besitzer es aber vielleicht lieber ziviler haben – etwa mit Baby an Bord. Obwohl nun nicht mehr als Fünftürer im Angebot, kann der Cupra dennoch gern den praktischen Einkaufswagen mit Wochenendausflugs-Möglichkeiten geben: Im Normal-Programm sanfter eingefedert liefert er den dazu passenden Komfort, auch wenn kurze Wellen weiter gern den Bandscheiben vernehmbare Rückmeldungen geben. Das war beim ersten der seit 1996 hierzulande verkauften 20.000 Ibiza-Cupra aber noch deutlich brachialer. Auch eine Art von Kundenpflege, die der Urahn jetzt zeigt.
Apropos Pflege: Wie seine Normal-Brüder hat jetzt auch der Ibiza Cupra (dort serienmäßig) die volle Integration von Android- oder iPhone-Handy in das Multifunktions-Display, Müdigkeitserkennung und Multikollisionsbremse. Abstandsregel-Tempomat oder Seitenlinien-Assistent wird es erst im nächsten Ibiza geben. Das Angebot mit der größten Zuladung, niedrigsten Ladekante oder größten Variabilität wird der Spanier wohl auch dann nicht sein – aber als Lifestyle-Kombi ST nimmt es der Ibiza ja bei Bedarf auch jetzt schon mit dem großen Urlaubsgepäck der Kleinfamilie auf. Nur eben nicht als Cupra. Schade eigentlich, sagt die Vernunft.
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