Seat spendiert 10 PS mehr zum Cupra-Jubiläum

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Im Seat-Selbstverständnis sind Spaß und Technik entscheidende Säulen des Markenkerns. Der leistungsverstärkte Leon Cupra will den Käufern beide Ansprüche mehr denn je erfüllen.

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Seat bietet seit 20 Jahren die Sportversionen seiner Autos als „Cupra“-Modelle an. Zum Jubiläum gibt es nun den Leon Cupra mit 10 PS mehr Leistung.
Seat bietet seit 20 Jahren die Sportversionen seiner Autos als „Cupra“-Modelle an. Zum Jubiläum gibt es nun den Leon Cupra mit 10 PS mehr Leistung.
(Foto: Seat)

Seat hat dem Leon Cupra einen kleinen Leistungszuschlag gegönnt und bietet sportlich orientierten Kompaktwagen-Käufern pünktlich zum 20-jährigen Cupra-Jubiläum für mindestens 33.120 Euro den jetzt 213 kW/290 PS starken Spanier an. Für dieses Geld bietet der Leon Cupra Emotionen pur und einen Leistungszuschlag von 10 PS gegenüber der bisherigen Cupra-Edition. Der Kräftezuwachs entspringt dem entfallenen Mittelschalldämpfer. Weniger Gegendruck lässt den Motor freier atmen. Die Auspuffanlage wurde neu entwickelt und zugleich 5 Kilogramm leichter.

Für den aufgerufenen Preis erhält der Interessent neben viel Ausstattung (darunter elektronisch regelbare Dämpfer, LED-Scheinwerfer und Tempomat) und Power auch noch genügend Praxistauglichkeit. Immerhin muss man in der modernen Kompaktklasse längst nicht mehr über das Raumangebot diskutieren. Und auch wenn der NEFZ-Verbrauch von sechseinhalb Litern nur ein Prüfstandswert ist – der hochgezüchtete Zweiliter hält sich bei moderater Fahrweise durchaus auch im Realkonsum zurück. Doch moderate Fahrweise steht beim Cupra natürlich nicht sonderlich weit oben auf der Tagesordnung.

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Wer manuelles Schalten ablehnt, bekommt gegen 1.700 Aufpreis ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe. Darauf kann man aber getrost verzichten, denn während die Gänge beim Handschalter geschmeidig und präzise einrasten, benimmt sich die Automatik oft hektisch und zeigt sich bisweilen unentschlossen.

Jenseits der sportlichen Fortbewegung gibt der schnelle Leon durchaus ein würdiges Alltagsvehikel ab. Doch damit keine Missverständnisse aufkommen – eine Sänfte ist der Cupra nicht. Auch wenn die E-Dämpfer auf der komfortabelsten Stufe weilen, erfahren die Insassen deutlich, wie es um den Straßenzustand bestellt ist. Und die zweifellos schön anzusehende 19-Zoll-Serienbereifung macht die Situation nicht besser.

Klassischer Innenraum

Interessant ist in diesem Kontext die Frage, wie 290 ausgewachsene Pferde auf der Vorderachse wirken. Obwohl Seat beim stärksten Leon vorn eine aufwendige Quersperre mit gesteuerter Ölbad-Lamellenkupplung verwendet, kann der Spanier im wahren Sinne des Wortes kaum laufen vor Kraft. Wer das Leistungspotenzial aus dem Stand heraus ausschöpft, erlebt scharrende Hufen und eine ausgelastete Traktionskontrolle. Selbst im dritten Gang zerrt der Benziner bei Volllast und Lenkwinkel noch ordentlich am belederten Kranz.

Im Inneren setzen die Architekten ganz auf klassische Machart mit analogen Rundinstrumenten sowie mechanischen Zeigern für Drehzahl und Tempo. Der Elektronik-Kampf wird hauptsächlich auf dem großen TFT-Bildschirm sowie unter dem Blech ausgetragen. Selbstredend gibt es demnach Features wie autonome Bremsung, Tempomat mit aktiver Steuerung (560 Euro im Paket) oder Verkehrszeichen-Erkennung für 150 Euro. Ganz serienmäßig ist dagegen die Möglichkeit, die gerade wirkenden G-Kräfte oder den Ladedruck auszulesen. Der Leon Cupra steht gegen 1.630 Euro Aufpreis auch als praktischer Kombi zur Verfügung und wird auch für ambitionierte Familienväter interessant.

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