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Semperit: Need for Speed-Grip 3

| Autor: Jan Rosenow

Einer für fast alle: Der neue UHP-Winterreifen Semperit Speed-Grip 3 deckt 95 Prozent des Dimensionsbedarfs am Markt ab und eignet sich für Fahrzeuge vom Audi A3 bis zum Porsche Cayenne.

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Schnee, gute Winterreifen und Heckantrieb – das ist eine spaßige Kombination.
Schnee, gute Winterreifen und Heckantrieb – das ist eine spaßige Kombination.
(Bild: Jan Rosenow)

Die Fahrer eines neuen Renault Scénic werden Semperit dankbar sein: Die Tochtermarke von Continental bringt ihren neuen Winterreifen Speed-Grip 3 auch in der exotischen Dimension 195/55 R 20 auf den Markt, mit der die Vans des französischen Autoherstellers seit dem letzten Modellwechsel ausgestattet werden.

Das Beispiel zeigt, dass die Semperit-Produktmanager es ernst meinen mit dem Thema Marktabdeckung: Für Pkws werden 42 Dimensionen, für SUVs sechs Größen zur Verfügung stehen. Insgesamt hat Semperit mit dem Speed-Grip 3 16 neue Größen ins Programm aufgenommen. Damit deckt die Marke 95 Prozent des Dimensionsbedarfs am Markt ab. Der Reifen für Pkws ab der Mittelklasse aufwärts sowie für größere SUVs ist ab sofort bestellbar und kommt im Herbst 2017 in den Handel.

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Wie der finnische Konkurrent Nokian nimmt Semperit, seit 1985 Teil des Continental-Konzerns, für sich in Anspruch, den Winterreifen im Jahr 1936 erfunden zu haben. Wer von beiden nun der erste war, mag dahingestellt bleiben – dass Semperit aber auch heute noch vor allem für Winterkompetenz steht, ist eine Tatsache. Und so haben die Entwickler beim Speed-Grip 3 vor allem an die Sicherheit auf Schnee und besonders auf vereisten Streckenabschnitten gedacht. Hier erzielten sie auch den größten Fortschritt im Vergleich zum Vorgänger.

Schneehaken verbessern die Kurventraktion

Dafür sind mehrere neue Profilelemente verantwortlich: „Schneehaken“ am Boden der Querrillen stellen eine Griffkante dar, die bei Kurvenfahrt für erhöhte Haftung sorgt. An der Schulter im Übergang zur Seitenwand gibt es feine Einschnitte, die zusätzliche Griffkanten für das Anfahren in tiefem Schnee liefern. Ein drittes neues Element sind die bei vier Millimetern Restprofiltiefe angebrachten Indikatoren, die den Fahrer zum Reifenwechsel auffordern. Zwar gibt es dafür keine gesetzliche Basis (die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe liegt bekanntlich bei 1,6 Millimetern), doch leiden die Wintereigenschaften bei weniger als vier Millimetern sehr stark.

Auch beim Aquaplaning übertrifft der Neuling den Vorgänger leicht. In allen anderen Disziplinen wie Trockenhandling, Trocken- und Nassbremsen, bei der Laufleistung und im Rollwiderstand bietet er das Niveau des Vorgängers.

Die Modelle für Pkws stehen für Felgengrößen zwischen 15 und 20 Zoll mit Querschnitten zwischen 55 und 35 Prozent und Freigaben bis zu 270 km/h bereit. Für SUVs werden Reifen hergestellt mit Durchmessern zwischen 17 und 20 Zoll mit Querschnitten zwischen 55 und 45 Prozent sowie mit Freigaben bis zu 240 km/h.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group