Sparpreis-Stromer

So fährt der Dacia Spring

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

33 kW/44 PS klingen nach wenig, fühlen sich praktisch aber nicht so an. Auf den ersten „Gasbefehl“ reagiert der unter einer Tonne wiegende Spring mit überraschend spritzigem Vortrieb. Schaltarbeit ist nicht mehr nötig, je tiefer man das Gaspedal tritt, desto schneller wird der Spring. Wenn es jedoch bergauf geht oder die Tacho-Anzeige dreistelliges Niveau erreicht, wird der Tempozuwachs zäh. Es ist dennoch problemlos möglich, die maximal 125 km/h auch praktisch zu fahren. Ob Stadtverkehr, Landstraße oder Autobahn – überall kann man also mithalten. Bisweilen kommt sogar ein wenig Fahrspaß auf, was allerdings auch Reichweite kostet.

200 Kilometer sind realistisch

Gestartet sind wir mit voller 27,4 kWh Batterie, die laut Bordcomputer für 205 Kilometer reichen soll. Nach einer fast 80 Kilometer langen Testfahrt mit viel Stadt- und Landstraßenanteilen sowie einem kleinen Autobahnabschnitt war noch Strom für rund 80 Kilometer übrig. Wer mit zurückhaltendem Gasfuß und im Eco-Modus unterwegs ist, dürfte also durchaus auch 200 Kilometer weit kommen. Der Hersteller verspricht sogar 230 Kilometer. Ein angesichts des Preises beachtlicher Wert.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 11 Bildern

Beim Laden bietet der Spring drei Optionen: An der Haushaltssteckdose ist ein Befüllen des Akkus mit 2,3 kW in gut 14 Stunden möglich, an der Wallbox steigt der Ladestrom auf 3,7 kW, was die Ladezeit auf achteinhalb Stunden verkürzt. Mit optionaler Schnellladetechnik (600 Euro) ist sogar das Tanken mit 30 kW Gleichstrom in weniger als 90 Minuten machbar.

Tempo macht taumelig

Dem Fahrwerk merkt man eine Optimierung auf nicht immer perfekt ausgebaute Straßen an. Der Unterbau gibt sich entsprechend tolerant gegenüber Unebenheiten, mit steigendem Tempo wirkt das Fahrzeug allerdings auch schwammig. Wird der Spring auf der Autobahn bei hohem Tempo von seitlichen Winden erfasst, kann es ganz schön schaukelig werden. Auch die Wind- und Fahrgeräusche sind dann erheblich. Unter anderem hieran lassen sich die technischen Gene des Spring doch etwas überdeutlich erfahren.

Es bereitet dennoch durchaus Spaß, das taumelige E-SUV mit Schmackes um Ecken zu scheuchen und dabei die ESP-Leuchte im Diskotackt flackern zu lassen. Leicht schiebt der Fronttriebler bei forschen Rechts-Links-Manövern über die kleinen 14-Zoll-Räder und wird dann mit zum Teil heftigen Bremseingriffen irgendwie auf Kurs gehalten. Der Spring ist definitiv nicht die Ausgeburt an Fahrstabilität, aber als Langstreckenfahrzeug wird ihn ohnehin niemand in die engere Wahl ziehen.

Für den ab Herbst in Deutschland verfügbaren Spring spricht vor allem sein Preis. 20.490 Euro sind es für die Basisausstattung Comfort, die Radio, Klimaanlage, Lichtsensor und elektrische Fensterheber umfasst. 1.300 Euro Aufpreis kostet die Topausstattung Comfort Plus, die zusätzlich noch Rückfahrkamera, Infotainmentsystem und Metallic-Lackierung bietet. Optional bestellbar ist der CCS-Ladeanschluss. Abzüglich der Umweltprämie werden praktisch also 10.490 beziehungsweise 12.200 Euro fällig. Für einen emissionsfreien Zweitwagen für die Stadt sind das schon bemerkenswert niedrige Werte.

(ID:47330007)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung