So fährt sich die neue Mercedes S-Klasse

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Ins Auge fällt vor allem das riesige Display in der Mitte, über das Infotainment, Fahrzeugeinstellungen, Navigation und vieles mehr gesteuert wird. Dabei muss man gar nicht so häufig auf dem brillanten Display rumtatschen, denn die meisten Befehle setzt auch die zweite Generation des MBUX-Systems nach der Aufforderung „Hey Mercedes“ sicher um. Die freundliche Dame erklärt jetzt nicht nur alle Fahrzeugfunktionen, man kann ihr auch allgemeine Fragen (Wann begann der „Wiener Kongress“?) stellen und darf auf eine richtige Antwort hoffen.

Den größten Eindruck hinterlässt die neue S-Klasse bei der Fahrt. Man schwebt wie Gott in Schwaben, um es auf den Punkt zu bringen. Im Innenraum ist es selbst bei Tempo 180 so leise, dass man sich im Flüsterton unterhalten kann. Dazu trägt sicher bei, dass Mercedes einige Rohbauprofile vor der Montage erstmals mit sogenanntem Akustikschaum bearbeitet, was die Schalldichtheit nachhaltig verbessert.

Mercedes S-Klasse: Konservativ, aber innovativ
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Vom immerhin 320 kW/435 PS mobilisierenden Sechszylinder-Benziner ist nur dann etwas mehr zu hören, wenn man das Gaspedal nachdrücklich tritt. Die serienmäßig Luftfederung ist sowieso klasse, kann aber durch die sogenannte E-Active Body Control erweitert werden, eine teiltragende Hydropneumatik, die den Fahrzeugaufbau aktiv abstützt und dämpft. Wer das ordert, verfügt auch über das sogenannte Pre-Safe-Impuls, eine weiter der ungezählten Neuheiten in der Luxuslimousine: Wenn die seitlichen Sensoren einen potenziellen Seitencrash frühzeitig erkennen, wird das Fahrzeug um bis zu 8 Zentimeter angehoben, damit die Energie des Unfallgegners möglichst auf die harte Türschwellerstruktur gelenkt und die eigentliche Türstruktur entlastet wird.

Die S-Klasse bleibt ein Fahrzeug für Gutbetuchte

Frappierend ist auch, wie leichtfüßig und agil sich die immerhin 5,18 Meter oder in der Langversion gar 5,29 Meter messende S-Klasse etwa im Stadtverkehr oder in Serpentinen fährt. Nicht zuletzt auch ein Verdienst der Hinterachslenkung, die je nach Situation die Hinterräder in die gleiche Richtung wie die Vorderräder oder entgegengesetzt einschlägt. Im ersten Fall sorgt dies bei höheren Geschwindigkeiten für mehr Stabilität, im zweiten Fall für einen um bis zu 2 Meter kleineren Wendekreis.

Viele der technischen Neuheiten und feinen Ausstattungen müssen natürlich leider extra bezahlt werden, so dass die S-Klasse weiterhin bleibt was sie immer war: ein Fahrzeug für Vorstände und Geschäftsführer, eine tolle Reise- und Chauffeurlimousine für Menschen, die sich tolle Reisen und Chauffeure leisten können. Uns dagegen bleibt die Hoffnung, dass wir einige der Leckerbissen aus der neuen Luxusklasse über kurz oder lang auch in Fahrzeugen wiederfinden werden, die für den Normalbürger erschwinglich sind. Immerhin: Das war in 70 Jahren automobiler Mercedes-Luxus bislang häufig so.

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