Branchenindex Dezember So lief das Geschäftsjahr 2022

Von Jakob Schreiner

Mit den finalen Dezember-Ergebnissen des Branchenindex (BIX) lässt sich nun auch das Jahr 2022 aus Umfragesicht beschließen und mit den Durchschnittswerten aus den Vorjahren vergleichen. Dabei zeigt sich: So schlecht lief das Jahr gar nicht, und die Tendenz zeigt in eine Richtung.

Die BIX-Zahlen zeigen, dass das Jahr 2022 vielleicht besser lief, als man zunächst glauben mag.
Die BIX-Zahlen zeigen, dass das Jahr 2022 vielleicht besser lief, als man zunächst glauben mag.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Coronakrise, Ukrainekrieg, Lieferengpässe, Rezession, Energiepreise – 2022 kann man ohne Zweifel als ein Multi-Krisenjahr beschreiben. Viele dieser Probleme schlagen sich insbesondere im Handelsgeschäft der Vertragspartner nieder, das – wie eigentlich im gesamten Jahr – auch im Dezember das absolute Sorgenkind bleibt. Das zeigen die Zahlen des aktuellen Branchenindex, den »kfz-betrieb« jeden Monat gemeinsam mit der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) und der BBE Automotive veröffentlicht.

Noch mal besser als im bereits guten Vormonat lief es dagegen im Service: Die Auslastung ist in den Vertragswerkstätten und auch in den freien Werkstätten im Dezember auf den Jahreshöchstwert von 92,2 (+0,7 %) bzw. 90,5 Prozent (+1,5 %) gestiegen. Das macht sich dann insbesondere in der Umsatzsituation in den freien Werkstätten bemerkbar: 43 Prozent verzeichneten im Dezember höhere Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat. In erster Linie ist dann auch das Servicegeschäft der Grund, warum die Stimmungswerte beider Befragungsgruppen zum Jahresende um einen bzw. zwei Indexpunkte auf 95 bzw. 100 Punkte ansteigen.