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Söder plädiert für längere und noch höhere E-Auto-Prämie

Autor: Christoph Seyerlein

Die im Juni erhöhte staatliche Förderung elektrifizierter Fahrzeuge läuft aktuell noch bis Ende 2021. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach sich nun dafür aus, jene Subventionen zu verlängern und zu erhöhen. Zudem bekräftigte er sein Zieldatum für das Aus von fossilen Kraftstoffen.

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CSU-Chef Markus Söder sprach sich erneut für ein Ende fossiler Kraftstoffe bis 2035 aus.
CSU-Chef Markus Söder sprach sich erneut für ein Ende fossiler Kraftstoffe bis 2035 aus.
(Bild: Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto: Stefan Obermeier)

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für einen weiteren Ausbau der staatlichen Förderung der Elektromobilität ausgesprochen. Beim virtuellen „Handelsblatt Auto Gipfel“ sagte der CSU-Politiker, er plädiere dafür, den Umweltbonus „mindestens bis 2025“ zu verlängern. Aktuell läuft das im Juni ausgebaute Programm, mit dem Staat und Automobilindustrie elektrifizierte Fahrzeuge mit bis zu 9.000 Euro bezuschussen, bis Ende 2021.

Söder erklärte zudem, dass er sogar der Meinung sei, man könne jene Fördersummen noch weiter erhöhen. Das gelte auch für die umstrittenen Plug-in-Hybride. Diese sei eine gute Übergangstechnik.

Zuletzt hatte sich der Politiker auch immer wieder für eine Kaufprämie für Autos mit aktuellen Verbrennungsmotoren ausgesprochen. Komplett beerdigen möchte Söder jene Idee noch nicht, allerdings sei diese „derzeit nicht mehrheitsfähig“.

Söder bekräftigt: 2035 keine fossilen Verbrenner mehr

Allerdings warnte der bayerische Ministerpräsident davor, allein auf die Elektromobilität zu setzen. Gerade im Nutzfahrzeugbereich seien Investitionen in Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe wichtig. „Wir brauchen Technologieoffenheit“, sagte der CSU-Politiker.

Eine kürzlich getroffene Aussage bekräftigte Söder: Bis 2035 solle die Automobilindustrie aus dem Verkauf von Fahrzeugen mit fossilen Kraftstoffen aussteigen. „2035 – das sind 15 Jahre. Das ist eine gute und absolut machbare Zielmarke“, so der Politiker. „Länger als die Corona-Pandemie wirkt die Klima-Pandemie“, ergänzte er.

Die Automobilindustrie befinde sich gerade zwar in einer schwierigen Phase, langfristig mache er sich um sie aber keine Sorgen, erklärte Söder. Allerdings könnten die hiesigen Hersteller von manchem jüngeren Anbieter durchaus etwas lernen. Wichtig wäre etwa ein „besseres Marketing, damit alle in Deutschland gut über das Auto reden.“ Dabei wolle die Politik der Industrie helfen, diese aber auch nicht übervorteilen. „Die Automobilindustrie weiß, dass wir sie sehr unterstützen. Aber wir sind keine Kumpel“, sagte der bayerische Ministerpräsident.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«