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Studie: Mehrheit der Deutschen verschiebt Autokauf um mindestens sechs Monate

| Autor: Viktoria Hahn

Eine aktuelle Studie der Strategieberatung Berylls zeigt, dass ein Großteil der deutschen Autofahrer aufgrund von Corona in der nächsten Zeit kein neues Auto kaufen will. Außerdem gibt es wohl einige Kriterien, auf die potenzielle Käufer nun vermehrt achten.

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(Bild: Pro Motor)

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie will über die Hälfte der Deutschen ihren Autokauf um ein halbes Jahr oder mehr verlagern. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie des Beratungsunternehmens Berylls Strategy Advisors zum veränderten Kundenverhalten in Corona-Zeiten. Im Rahmen der Online-Befragung hat Berylls insgesamt 3.000 potenzielle Autokäufer in den wichtigen Pkw-Märkten Deutschland, China und den USA befragt. In allen analysierten Märkten kommen die Experten zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der potenziellen Autokäufer den Kaufzeitpunkt um mindestens ein halbes Jahr verschiebt.

Von den mehr als 1.000 deutschen Befragten sagen 62 Prozent, dass sie den Autokauf um sechs Monate oder länger aufschieben. Dabei haben die Forscher das Verhalten einzelner Altersgruppen genauer beleuchtet. In Deutschland will rund jeder Fünfte der Über-50-Jährigen den Kauf um mehr als 12 Monate verschieben. Zum Vergleich: Bei den 18- bis 29-Jährigen tendiert nur jeder Zehnte dazu, über ein Jahr mit dem Autokauf zu warten.

Nicht nur die verschobenen Käufe könnten sich aber negativ auf den Autohandel auswirken. Viele Studienteilnehmer geben außerdem an, für ihr nächstes Auto weniger Geld als ursprünglich geplant auszugeben. 40 Prozent der deutschen Kunden wollen offenbar ihr Budget wegen Corona zusammenzustreichen.

Knapp 16 Prozent der potenziellen Autokäufer in Deutschland wollen auf eine günstigere Marke wechseln. 10 Prozent würden bei Ausstattung und Motorisierung sparen. An einen Wechsel in ein tieferes Segment denken 9 Prozent der Deutschen. Um zu sparen, würden 8 Prozent der deutschen Studienteilnehmer einen Gebrauchtwagen – statt eines Neuwagens – kaufen. Lediglich 5 Prozent legen den Fokus stärker darauf, einen Preisvorteil durch den Kauf einer Eigenzulassung oder eines Vorführwagens zu erreichen.

Andreas Radics, geschäftsführender Partner bei Berylls, sagt zum geänderten Kaufverhalten der Kunden: „Die starken Verschiebungen bei Neukäufen lassen den Konjunkturmotor natürlich nur stark verzögert anspringen.“ Eine „gute Nachricht“ sei, dass immerhin nur zwei Prozent der deutschen Kunden darüber nachdenken, ihr Auto ersatzlos zu verkaufen.

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Über den Autor

 Viktoria Hahn

Viktoria Hahn

Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG