Suchen

Subaru elektrifiziert XV und Forester

Autor: Christoph Seyerlein

Mit dem XV und Forester stattet Subaru seine wichtigsten Modelle mit einem Mildhybrid-System aus. Der Boxermotor bleibt dabei zentraler Bestandteil, soll in Kombination mit einer E-Maschine aber agiler und zugleich sparsamer werden.

Firmen zum Thema

Subaru steigt mit dem Mildhybrid für den Forester (Bild) sowie dem XV in die Elektrifizierung des Antriebs ein.
Subaru steigt mit dem Mildhybrid für den Forester (Bild) sowie dem XV in die Elektrifizierung des Antriebs ein.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Subaru ist im Elektro-Zeitalter angekommen. Wie die Japaner am Dienstag auf dem Genfer Automobilsalon mitteilten, werden sie die Modelle Forester und XV elektrifizieren. Beide Baureihen wird es in naher Zukunft auch mit einem Mildhybrid-System geben. Bislang war Subaru in Sachen E-Mobilität nur in den USA mit einem Plug-in-Hybrid-Modell unterwegs.

Sein neues Antriebssystem nennt Subaru selbst „E-Boxer“. Dabei wird der für die Marke typische Boxermotor um ein Elektro-Aggregat ergänzt. Sowohl beim XV als auch beim Forester wird es sich um eine Kombination aus einem 2-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS und einer 12,3 kW/16,7 PS starken E-Maschine handeln. Allradantrieb, das Allradmanagementsystem X-Mode und die stufenlose Automatik Lineartronic, die der Hersteller speziell auf den Einsatz in Mildhybriden ausgelegt hat, gehören ebenfalls zum Angebot.

Bildergalerie

Primär soll der Elektromotor den Benziner beim Beschleunigen unterstützen. Kurze Strecken – genauer gesagt maximal 1,6 Kilometer – werden die Subaru-Modelle mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h aber auch komplett elektrisch zurücklegen können. Bremsvorgänge werden die Autos dafür nutzen, die Batterie aufzuladen – ebenso wie überschüssiges Drehmoment des Motors. Über die Energieströme im Antriebssystem informiert das Display in der Armaturentafel den Fahrer.

Subaru verspricht sich durch die Elektrifizierung bis zu elf Prozent weniger Verbrauch im Vergleich zu reinen Benzinern. Gleichzeitig soll sich die Beschleunigungsleistung um 30 Prozent verbessern und so sogar über der von Modellen mit dem 2,5-Liter-Benzinmotoren liegen.

Handel wird vorbereitet

Wichtig ist es Subaru zudem, dass Kunden durch den zusätzlichen Elektromotor möglichst geringe Einschränkungen bei Themen abseits der Fahrleistung haben werden. Die Hybridkomponenten wird der Hersteller in einem speziellen Sicherheitskäfig unter dem Kofferraumboden unterbringen. Das Kofferraumvolumen der Autos soll so möglichst gut erhalten bleiben. Beim XV E-Boxer wird es beispielsweise bei 345 Litern liegen, der reine Benziner bekommt 380 Liter unter.

Genfer Autosalon 2019: Das sind die Premieren
Bildergalerie mit 41 Bildern

Wann genau die beiden Mildhybride in Deutschland auf den Markt kommen, verrät Subaru noch nicht. Die Vorbereitungen laufen aber bereits. Importeurs-Geschäftsführer Volker Dannath kündigte an, dass man nun viel Energie investieren werde, das Händlernetz optimal für die Veränderungen zu rüsten. Dabei wird der Importeur sowohl im Vertrieb als auch im Service spezielle Schulungen durchführen.

(ID:45779122)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«