TAK-Klassikseminar stößt auf reges Interesse

Nächster Kurs ist für Mai 2019 angesetzt

| Autor: Steffen Dominsky

Kürzlich fand das zweite TAK-Seminar „Servicespezialist Oldtimer und Youngtimer“ statt.
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Kürzlich fand das zweite TAK-Seminar „Servicespezialist Oldtimer und Youngtimer“ statt. (Bild: Dominsky)

Irgendwie ist es etwas Besonderes: Das Seminar „Servicespezialist Oldtimer und Youngtimer“, das die TAK seit diesem Jahr anbietet. Denn zum einen ist der Kurs für seine Teilnehmer nicht verpflichtend, wie es etwa die Schulungen zu Gas- oder Klimaanlagen und die AU sind – wenn die Teilnehmer in einer Kfz-Werkstatt entsprechende Arbeiten ausführen sollen oder wollen. Zum anderen besetzt das Seminar kein Thema, mit dem der durchschnittliche Betrieb jeden Tag konfrontiert wird; es ist im Gegenteil eine Nische. Und schon gar nicht hatte die TAK bislang ein Seminar im Programm, das ganze zwei Wochen dauert. Von daher betrat die Bildungseinrichtung des Kfz-Gewerbes mit dem Angebot tatsächlich Neuland.

Ein Schritt, den zu wagen, sich auszahlt. Kürzlich fand die zweite Auflage des „Servicespezialist Oldtimer und Youngtimer“ im sogenannten TAK-Labor in Köln-Wahn statt. Acht Mann legten nach zehn Schultagen erfolgreich ihre Prüfung ab. Sie haben sich somit ein Grundgerüst in Sachen Fahrzeugtechnik der 70er, 80er und 90er Jahre aufgebaut und vorhandenes Wissen aufgefrischt.

So wie Günther Greißl, der bei Auto Grill, einem Mercedes-Benz-Vertragspartner in München, als Serviceberater arbeitet. Der brachte zwar einige Oldtimerkompetenz mit – er selbst besitzt einen alten VW Kübelwagen sowie einen W124-Kombi – und auch sein Arbeitgeber ist bereits in Sachen Young- und Oldtimer aktiv. Trotzdem ist vieles, was Greißl vor Jahrzehnten über Fahrzeugtechnik gelernt hat, in Vergessenheit geraten, außerdem möchte Auto Grill demnächst das Zusatzschild „Fachbetrieb für historische Fahrzeuge“ beantragen. In beiden Fällen kann also die Qualifizierung zum Servicespezialisten für Oldtimer und Youngtimer nicht schaden.

Fokus auf Fahrzeugen der 70er, 80er und 90er Jahre

Zu den Schulungsinhalten gehören vor allem Funktionsweisen und Einstellarbeiten an Zündanlagen und der Gemischaufbereitung, aber auch manuelles Messen elektrischer Größen mit dem Oszilloskop. Ziel ist es, das erforderliche Fachwissen in mehreren aufeinanderfolgenden Modulen zu vermitteln. Hierzu gehören:

  • elektrische Grundlagen,
  • Zündanlagen,
  • Gemischaufbereitung (Vergaser- und Einspritztechnik),
  • Dieseltechnik,
  • Fahrwerk und Bremse.

Bei allen Modulen liegt der Fokus auf den typischen Wartungs-, Diagnose- und Reparaturarbeiten an den Fahrzeugen der genannten Bauzeit. Da diese über wenige Eigendiagnosefunktionen verfügen, stehen Prüf- und Einstellarbeiten sowie die Fehlersuche anhand von System- und Stromlaufplänen im Vordergrund. Themenbereiche wie der Umgang mit EDV-Systemen für technische Daten, Wartungs- und Reparaturinformationen sowie das „Kundengespräch“ komplettieren den Lehrplan. „Bestandteil jedes Moduls ist auch die betriebswirtschaftliche Betrachtung des Geschäftsfelds Young- und Oldtimer“, erklärt Rüdiger Semper, Geschäftsführer der TAK.

Über das Seminar:
Am Ende des zehntägigen Lehrgangs zum „Servicespezialist Oldtimer und Youngtimer“ steht eine schriftliche Abschlussprüfung. Nach bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer ein Zertifikat. Zur Zielgruppe gehören Kfz-Mechatroniker, Mechaniker für Karosserie-/Fahrzeugbau und Interessenten mit vergleichbarer kraftfahrzeugtechnischer Ausbildung. Die Teilnehmerzahl beträgt maximal zehn Personen, das Seminar dauert zweimal fünf Tage, insgesamt circa 80 Stunden. Die Kosten belaufen sich auf 1.750 Euro. Veranstaltungsort ist die TAK-Akademie in Köln-Wahn. Für den nächsten Kurs vom 6. bis 17. Mai 2019 sind noch wenige Plätze frei. Weitere Auskünfte erteilt Tanja Wester (Telefon: 0228/9127-144; E-Mail: wester@tak.de).

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