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TAK: Weg frei zum Kalibrieren von AU-Geräten

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Ein wichtiger Schritt für TAK-Cert: Die Tochter der Akademie des Deutschen Kfz-Gewerbes hat von der Akkreditierungsstelle grünes Licht erhalten, um künftig AU-Messgeräte zu kalibrieren.

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(Bild: TAK)

Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat die TAK-Cert als Kalibrierlabor akkreditiert. Das Tochterunternehmen der Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (TAK) ist damit befugt, Stückprüfungen und die Kalibrierung bei AU-Messgeräten durchzuführen. Schon zuvor hatte die TAK-Cert eine entsprechende Akkreditierung für Scheinwerfereinstellprüfsysteme. Dafür hat das Unternehmen eigene Kalibrierverfahren sowie eine eigene Kalibriersoftware entwickelt.

Bei der Stückprüfung und Kalibrierung von Scheinwerfereinstellprüfsystemen sowie der AU-Messgeräte arbeitet die TAK-Cert mit den Landesverbänden und Innungen des Kfz-Gewerbes zusammen. Dies ermöglicht ein bundesweites Angebot mit Experten vor Ort.

„Unser Ziel ist es, alle Kalibrierungen von Prüf- und Messgeräten durchzuführen, die für die Hauptuntersuchungen oder Sicherheitsprüfungen verwendet werden“, sagt TAK-Cert-Geschäftsführer Rüdiger Semper. Alle Kfz-Werkstätten, in denen zum Beispiel die Hauptuntersuchungen (HU) an Pkw durchgeführt werden, müssen regelmäßig alle Messgeräte kalibrieren lassen, die bei der HU, der Abgasuntersuchung (AU) oder der Sicherheitsprüfung (SP) bei Nutzkraftwagen eingesetzt werden und Einfluss auf das Ergebnis der Prüfung haben.

Hierzu gehören unter anderem die Systeme zur Überprüfung der Einstellung der Scheinwerfer (SEPS). Spätestens alle 24 Monate sind die Aufstellflächen für das Fahrzeug und für das Scheinwerfereinstellprüfgerät auf die Einhaltung der Mindestmaße und der Flächengüte zu überprüfen. Nach der Kalibrierung dokumentiert der Sachverständige die Ergebnisse der Messungen nach der HU-Scheinwerferprüfrichtlinie über einen Kalibrierschein, und zwar mit einem Prüfbericht für die Aufstellfläche sowie mit den Ergebnissen zum Scheinwerfereinstellprüfgerät.

Wer in den Kfz-Betrieben diese Systeme kalibrieren will, muss sich nach den TAK-Cert-Regeln schulen lassen, etwa durch erfolgreiche Teilnahme an einer Weiterbildung des Bundesinnungsverbandes des Kraftfahrzeughandwerks (BIV). Diese Schulungen führt die TAK im Auftrag durch. Bisher hat TAK-Cert entsprechende Sachverständige (Kalibrierer) in 45 der bundesweit 234 Kfz-Innungen qualifiziert.

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