Teilereproduktion: Scannen und ausdrucken

Redakteur: Ottmar Holz

Fast alle Teile eines Autos zerbröseln und verschleißen irgendwann – auch bei guter Pflege. Bei Oldtimern ist das ein Problem, denn neuwertige Ersatzteile sind rar. Der 3-D-Druck kann eine Alternative zur vergeblichen Suche auf Oldtimermessen sein.

Ein Mitarbeiter der Wulf Gaertner AG erfasst per Laserscanner die Konturen des defekten Teils.
Ein Mitarbeiter der Wulf Gaertner AG erfasst per Laserscanner die Konturen des defekten Teils.
(Foto: Holz)

Sie ist zu schön, um wahr zu sein: die Vision, Ersatzteile schnell und billig per 3-D-Druck herzustellen. Erst recht, da neue Verfahren wie das selektive Laserschmelzen (SLM) es ermöglichen, Gegenstände aus verschiedenen Metallen wie Aluminium, Edelstahl oder auch Titan herzustellen. Das Grundprinzip des schichtweisen Aufbaus bleibt dabei unverändert und damit auch die schier grenzenlosen Möglichkeiten der neuen Technik. Darüber hinaus sind die Skaleneffekte herkömmlicher Produktionsverfahren passé, ein Einzelstück ist zwar nicht billig, kostet aber auch kein Vermögen mehr.

Meyle fertigt Prototypen aus verschiedenen Kunststoffen im eigenen 3D-Drucker.
Meyle fertigt Prototypen aus verschiedenen Kunststoffen im eigenen 3D-Drucker.
(Foto: Olaf_Tamm_Hamburg_Germany)