Textar: Zweiteilige Bremsscheiben für hohe Belastung
Leichtbau ist eines der beherrschenden Themen bei der Entwicklung neuer Autos. Auch in den Bremsen verstecken sich unnötige Pfunde.

TMD Friction bietet ab April 2016 für viele BMW-Modelle zweiteilige Bremsscheiben unter der Marke Textar an. Sie bestehen jeweils aus einem Bremsscheibentopf und einem Reibring, die durch Nieten miteinander verbunden sind. Beim Bremsscheibentopf spart der Hersteller nach eigenen Angaben durch die Verwendung von Aluminium 15 bis 20 Prozent Gewicht ein.
Die Verbundscheibe eines BMW E60 bringt beispielsweise nur noch 10 Kilogramm auf die Waage – das sind 1,5 Kilogramm weniger als bei der Vollstahlvariante. Das reduziert die sogenannte ungefederte Masse des Bremssystems und verbessert den Fahrkomfort und die Straßenlage. Die leichtere Verbundbremsscheibe leistet auch einen Beitrag zu Reduzierung von Emissionen.
Darüber hinaus hat Textar das Graugussmaterial des Reibrings mit einem erhöhtem Kohlenstoffanteil optimiert. So verbessert sich laut Anbieter die Leistungsfähigkeit der Scheibe durch optimierte Wärmeleitfähigkeit, reduzierten thermischen Verzug und dadurch minimiertes Bremsenrubbeln.
TMD Friction ist ein Hersteller von Bremsbelägen für die Automobil- und Bremsenindustrie. Zum Produktportfolio zählen neben Scheiben- und Trommelbremsbelägen für Pkw und Nutzfahrzeuge auch Bremsbeläge für den Rennsport sowie Reibmaterialien für die Industrie. Mit den Marken Textar, Mintex, Don, Pagid und Cobreq versorgt TMD Friction den weltweiten Ersatzteilmarkt. Unter den Markennamen Cosid und Dynotherm entwickelt und produziert TMD Friction außerdem Reibbeläge für die Industrie. Die TMD Friction Group hat vier Standorte in Deutschland und weitere in Europa, den USA, Brasilien, Mexiko, China, Japan und Südafrika und beschäftigt weltweit etwa 4.800 Mitarbeiter.
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