Toyota Aygo: Generation X

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Am 19. Juli rollt die zweite Generation des Stadtautos in den Handel. Das X-Design soll emotionalisieren und für neue Kunden sorgen: Im ersten Jahr stehen 11.600 Neuwagen auf dem Plan.

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Endlich ein neuer Aygo – der erste musste neun Jahre durchhalten.
Endlich ein neuer Aygo – der erste musste neun Jahre durchhalten.
(Foto: Mauritz)

Als Toyota im April 2005 die erste Generation seines Kleinstwagens Aygo in Rom vorstellte, stieg weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle im Vatikan: Kardinal Joseph Ratzinger war gerade zum Papst gewählt worden. Fast genau neun Jahre später hat der japanische Hersteller den Nachfolger seines wichtigen Volumenbringers vorgestellt – dieses Mal in Rotterdam.

Neun Jahre sind für ein Modell ein erstaunlich langer Lebenszyklus: Durch unterschiedliche Editionsmodelle und neue Farben sei es aber gelungen, den Absatz des Aygo europaweit auf einem hohen Niveau zu halten, unterstreicht Fabio Capiano, Produktkommunikations- und Marketingdirektor bei Toyota Motor Europe. Mit 30.000 verkauften Exemplaren habe man den Absatz in den ersten fünf Monaten des Jahres europaweit sogar um neun Prozent steigern können.

Toyota Aygo: Generation X
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Wenn der neue Aygo am 19. Juli offiziell sein Debüt bei den deutschen Händlern feiert, wird er mit deutlich mehr Gegenwind zu kämpfen haben als sein Vorgänger vor neun Jahren: Während dem Modell der ersten Generation gerade einmal neun Mitbewerber gegenüberstanden, darunter auch seine beiden Schwestermodelle Citroën C1 und Peugeot 107, sind es jetzt fast 20.

Dennoch ist der Kölner Importeur fest vom Erfolg seines neuen Einstiegsmodells überzeugt: In den ersten zwölf Verkaufsmonaten stehen mindestens 11.600 Einheiten auf dem Plan. Europaweit sind es sogar 80.000 Stück. Dadurch soll der Marktanteil im Kleinwagensegment von aktuell 5,2 auf 6 Prozent steigen.

In der Basisversion und mit drei Türen kostet der neue Aygo hierzulande 9.950 Euro. Das sind gut 1.000 Euro mehr als das Schwestermodell Peugeot 108. „Dafür ist der Aygo vor allem hinsichtlich der Sicherheit deutlich umfangreicher ausgestattet“, unterstreicht Produktmanagerin Veronika Stankewitz.

In erster Linie meint sie damit eine Servolenkung und Kopfstützen an der umklappbaren Rückbank.

Zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten

Ziel bei der Entwicklung des neuen Aygo sei es gewesen, den Kernwerten des Stadtautos – ein kompaktes Design, gute Verbrauchswerte und ein agiles Handling – einen spielerischen Charakter hinzuzufügen und den Fahrspaß zu erhöhen, schildert der Chef-Ingenieur des Aygo, David Terai.

Vor allem die neue Frontgestaltung im „X-Design“ verleiht dem Fahrzeug im Vergleich zu den beiden Schwestermodellen eine deutlich dynamischere Außenerscheinung.

Ein weiteres Differenzierungsmerkmal sind die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten, die Toyota bietet: Für insgesamt zehn Karosserieteile haben die Kunden die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Farben und Ausführungen.

Keine Wahlmöglichkeit gibt es hingegen beim Antrieb: Den Aygo gibt es nur mit Toyotas überarbeitetem 1,0-Liter-Dreizylinderbenziner, der wahlweise mit einem manuellen Schaltgetriebe oder einem automatisierten Getriebe kombinierbar ist. Nach Angaben von Toyota wurde der Verbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell von 4,4 auf 4,1 Liter gesenkt – bei der Eco-Version sind es offiziell sogar nur 3,8 Liter. Bei der knapp 100 Kilometer langen Testfahrt vermeldete der Bordcomputer 4,7 Liter Durchschnittsverbrauch. Mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h gibt es zwar gerade auf deutschen Autobahnen sicher angenehmere fahrbare Untersätze, in der Stadt und auf Landstraßen reicht der 51 kW/69 PS starke Antrieb aber allemal aus, um von Fahrspaß reden zu können.

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