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Toyota ruft in Deutschland über 100.000 Fahrzeuge zurück

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Ein möglicher Kraftstoffverlust im Bereich des Aktivkohlefilters ist bereits zum zweiten Mal Anlass für eine größere Aktion. Weltweit müssen knapp 700.000 Fahrzeuge der Japaner in die Werkstätten.

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Neben dem Avensis ruft Toyota in Deutschland auch die Modelle Corolla und Auris zurück.
Neben dem Avensis ruft Toyota in Deutschland auch die Modelle Corolla und Auris zurück.
(Foto: Toyota)

Nach 2016 ruft Toyota erneut zahlreiche Fahrzeuge wegen möglicher Rissbildung am Behälter des Aktivkohlefilters zurück. Von den weltweit knapp 700.000 betroffenen Einheiten entfallen 101.500 auf Deutschland, wie eine Sprecherin von Toyota Deutschland auf Anfrage von »kfz-betrieb« sagte. Hierzulande müssen die Baureihen Avensis, Auris und Corolla aus dem Bauzeitraum 12. Oktober 2006 bis 10. März 2015 zu einer bis zu drei Stunden dauernden Reparatur in die Vertragswerkstatt.

„Im Tank befindet sich ein Aktivkohlefilter, der das Austreten von Kraftstoffdämpfen verhindert und diese dem Motor wieder zuführt. Es besteht die Gefahr, dass durch eine mögliche Rissbildung am Behälter des Aktivkohlefilters geringste Mengen an Kraftstoff sowie Kraftstoffdämpfe austreten können“, erklärte die Sprecherin das Fehlerbild. Bei Vorhandensein einer Zündquelle bestehe Brandgefahr durch den austretenden Kraftstoff beziehungsweise die Kraftstoffdämpfe.

Die Aktion „18SMD-071“ soll im Januar starten. Keines der jetzt zurückgerufenen Fahrzeuge war laut der Sprecherin Teil der Maßnahme von vor über zwei Jahren. „2016 waren primär in Japan produzierte Modelle betroffen. Jetzt handelt es sich um die europäische Produktion“, betonte sie. Damals ging es in Deutschland um 36.000 Einheiten der Modelle Auris, Corolla, Prius (inkl. Plug-in und Prius+) und den Lexus CT200h aus dem nahezu identischen Bauzeitraum.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist