Trend-Tacho: Autofahrer sehen Schadenabwicklung zwiespältig

Redakteur: Norbert Rubbel

Die Schadenregulierung der Versicherungen sehen Deutschlands Autofahrer zwiespältig. Eigentlich sind sie mit der Abwicklung zufrieden, zu viel vorschreiben lassen wollen sie sich aber nicht.

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15 Prozent der Unfallschäden werden von reinen Karosserie- und Lackbetrieben repariert.
15 Prozent der Unfallschäden werden von reinen Karosserie- und Lackbetrieben repariert.
(Bild: Rubbel /»kfz-betrieb«)

Gut ein Drittel der Autofahrer hatte schon einmal einen Karosserieschaden. Auf die Frage „Hat die Versicherung Einfluss auf die Schadenregulierung ausgeübt?“ antworteten 30 Prozent mit „Ja“. Für knapp zwei Drittel von ihnen war dies „in Ordnung“. Jeder fünfte Autofahrer empfand die Schadenabwicklung über die Versicherung jedoch als störend, und gut jedem Zehnten war dies egal. Das belegt die Trend-Tacho-Studie der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und der Sachverständigenorganisation KÜS.

Obwohl 20 Prozent der Befragten sagten, dass die Einflussnahme der Versicherung sie störe, waren 97 Prozent mit der Schadensabwicklung über die Assekuranz zufrieden. Aus der Sicht der Kunden machen die Versicherungsunternehmen ihren Job also scheinbar gut.

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Dennoch meinen 56 Prozent der Autofahrer, dass die „Versicherungen bei der Schadenregulierung kleinlich sind“. Zudem gaben 57 Prozent an, dass sie sich „im Schadenfall von der Versicherung die Werkstatt nicht vorschreiben lassen“. „Die Versicherungen treiben ihre Steuerungsaktivitäten aus Kosten- und Kundenbindungsgründen weiter voran. Sie dürfen dabei aber nicht die Einstellungen und Wünsche der Autofahrer aus den Augen verlieren“, rät Eckhard Brandenburg, Senior Consultant der BBE Automotive.

Vertragswerkstätten werden bevorzugt

Knapp jeden zweiten Karosserieschaden, der über eine Assekuranz reguliert wurde, setzte eine Vertragswerkstatt eines Automobilherstellers instand, gefolgt von der Freien Werkstatt (33 Prozent) und dem Karosserie- und Lackbetrieb (15 Prozent). Dabei nahmen 30 Prozent der Fahrzeughalter die Werkstattempfehlung beziehungsweise -vorgabe ihrer Versicherung an.

Könnten die Autofahrer mit fremdverschuldeten Unfallschäden in Höhe von über 2.000 Euro ihre Werkstatt selbst aussuchen, würden 58 Prozent von ihnen in eine Markenwerkstatt fahren und 30 Prozent in einen freien Kfz-Betrieb. Nur fünf Prozent favorisieren im oben genannten Fall eine Karosserie- und Lackwerkstatt.

Die komplette Trend-Tacho-Studie mit allen Befragungsergebnissen zur Schadenregulierung über die Versicherungen, zur freien Werkstattwahl und -bindung sowie zur Bewertung der Schadenabwicklung und zu den Einstellungen der Autofahrer erhalten Sie für 49 Euro. E-Mail: info@kfz-betrieb.de.

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