Trend-Tacho: Werkstattkosten – was Kunden wo bezahlen

Vertragswerkstätten sind rund 15 Prozent teurer

| Autor: Viktoria Hahn

(Bild: ProMotor)

Knapp drei Viertel der Autofahrer empfinden freie Betriebe als günstiger als die Vertragswerkstätten der Autohersteller – und die Befragten behalten recht. Wie die aktuelle Trend-Tacho-Studie „Werkstattwahl und Servicekompetenz“ der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und der Sachverständigenorganisation KÜS zeigt, liegen die Kosten pro Job circa 15 Prozent unter den Kosten in den Vertragswerkstätten. Kunden können ihre Autos bei den Freien im Schnitt für 416 Euro warten lassen. In einer Vertragswerkstatt müssten sie durchschnittlich 473 Euro zahlen.

Erfreuliche Neuigkeiten für (fast) alle Betriebe: Die allgemeine Werkstattloyalität ist gegenüber dem Vorjahr messbar angestiegen. Die freien Werkstätten dürfen sich über die treuesten Kunden freuen: 7,3 Mal haben die befragten Pkw-Fahrer diese im Schnitt aufgesucht – die Vertragswerkstätten kommen im Vergleich auf 6,6 Besuche. Lediglich Werkstattketten wie ATU oder Pitstop haben mit 5,6 Besuchen eine eher niedrige Wiederbesuchsrate.

Entscheiden sich Kunden dafür, einem Betrieb keine Aufträge mehr zu geben, liegt es meist an der schlechten Durchführung der Arbeiten (37 %), zu hohen Preisen (35 %) oder dem Verlust des Vertrauens in die Werkstatt (26 %). Preisaspekte sind ganzheitlich betrachtet jedoch eindeutig weniger relevant als Fehler der Mitarbeiter. Jeder Fünfte beklagt eine inkompetente Beratung durch das dortige Personal.

Die große Loyalität gegenüber den freien Werkstätten lässt sich unter anderem damit erklären, dass freie Werkstätten, Karosserie- und Lackbetriebe und der Reifenfachhandel von fast 70 Prozent der Befragten als genauso kompetent eingeschätzt werden wie Vertragswerkstätten. Fast jeder Fünfte spricht der freien Werkstatt sogar mehr Kompetenz zu – darunter allerdings auch viele Autofahrer, die dort bereits Kunden sind und gebrauchte und ältere Fahrzeuge fahren. Auch die Garantie- und Kulanzabwicklung der Freien sieht jeder zweite Pkw-Fahrer als gleichwertig gegenüber den Vertragswerkstätten an.

Möchte man Kunden an sich binden, kann ein moderner Internetauftritt mit Onlinebuchungsmöglichkeiten für zum Beispiel TÜV, HU/AU und Reifenwechsel helfen. Vor allem junge Autofahrer unter 29 Jahren setzen vermehrt auf das Internet. Während nur 14 Prozent der Befragten insgesamt bereits eine Werkstattleistung online gebucht haben, hat dies fast die Hälfte der unter 29-Jährigen bereits getan. Altersübergreifend können es sich 44 Prozent zumindest vorstellen.

Trotzdem vertraut ein Drittel der Befragten weiterhin eher auf eine Werkstattempfehlung durch Bekannte, anstatt sich auf Meinungen aus dem Netz zu verlassen. Nur neun Prozent aller Pkw-Fahrer halten Bewertungen von Werkstätten im Internet für glaubwürdig. Der Großteil nutzt die Onlinesuche, um Preise zu vergleichen beziehungsweise den günstigsten Preis zu finden.

Die komplette Trend-Tacho-Studie mit allen Befragungsergebnissen zur Werkstattwahl und Servicekompetenz erhalten Sie für nur 49 Euro. E-Mail: info@kfz-betrieb.de.

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