Tricycle

Vanderhall Venice: Aller guten Dinge sind drei

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Aber mit etwas Geduld geht es dann doch ordentlich zur Sache. Der Wind pfeift einem um die Ohren, die Hand legt sich automatisch über die silberne Billardkugel neben dem Knie, mit der man –klack, klack eins rauf, klack, klack eines runter – dem Getriebe den Takt vorgibt. Und mit jeder Minute gehen die Mundwinkel weiter nach oben. Wer da sein Grinsen nicht im Griff hat, wird bei 240 km/h Top-Speed schnell zum Fliegenfänger und muss sich später die Kadaver aus den Zahnlücken pulen.

Auch eine Elektroversion steht in den Startlöchern

Auch wenn der Venice für Morgan-Fans schon so etwas ist wie der Maybach unter den Threewheelern, haben die Amis ein Herz für Herren im höheren Alter, mit steifen Knochen und breiten Hüften. Wem auch der Venice zu eng ist, dem verkaufen sie deshalb für gute 10.000 Euro mehr auch den Carmel. Der ist ein paar Zentimeter weiter geschnitten, statt über die Brüstung zu klettern, steigt man durch hinten angeschlagene Türen. Und weil das Wetter an der Weser nicht ganz so zuverlässig ist wie am Pazifik, gibt es für den Carmel sogar eine Art Hardtop, das über die beiden Sitze gesteckt wird.

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Zwar ist die Idee vom Dreirad ziemlich alt, lassen sich die Wurzeln des Vanderhall doch zurückverfolgen bis zum ersten Morgan Threewheeler vom Anfang des letzten Jahrhunderts. Doch haben die Amerikaner daraus nicht nur ein bequemeres Auto mit etwas – nun ja – berechenbaren Fahreigenschaften gemacht. Sie gehen auch mit der Zeit und haben deshalb eine mittlerweile offenbar unvermeidliche Elektroversion am Start. Die wird zwar gerade noch einmal komplett umgekrempelt und dabei mit eigenen Motoren bestückt, verspricht dann aber für knapp 47.000 Euro mit zwei Mal 52 kW/70 PS, bis zu 170 km/h und rund 300 Kilometer Reichweite.

2023 soll Offroader kommen

Aber das ist nicht die einzige große Neuerung, an der sie drüben in Provo im US-Staat Utah tüfteln. Parallel dazu arbeiten die Amerikaner auch an einem urtümlichen Offroader, der – natürlich ebenfalls elektrisch – als Brawley im nächsten Jahr als Mischung aus Jeep Wrangler und Toyota Land Cruiser zu Preisen ab 35.000 Dollar mit über 400 PS und ebenfalls mehr als 300 Kilometern Reichweite an den Start gehen soll. Dann heißt es in Provo allerdings nicht mehr, aller guten Dinge sind drei. Sondern dann lautet die Botschaft plötzlich: Vier gewinnt.

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