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Varta bewegt sich Richtung Batteriezellenfabrik

| Autor / Redakteur: dpa/gr / Andreas Grimm

Der Batteriespezialist Varta will in diesem Jahr die Investitionen nochmals ausweiten. Zunächst geht es um das klassische Geschäft mit Kleinakkus. Doch das Unternehmen denkt auch über das Thema Akkus für E-Autos nach.

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(Bild: Varta)

Varta beteiligt sich zusammen mit dem Fraunhofer Institut an einem Forschungsprojekt für eine Batteriezellenfabrik. Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg gefördert. Damit will sich das Land als Standort für eine Batteriezellenfabrik für Elektroautos empfehlen. Varta wird auch als ein Kandidat für ein mögliches Konsortium für eine Zellfertigung für Elektroautos in Deutschland gehandelt.

Mit diesem Konsortium, für das die Bundesregierung Fördergelder von bis zu einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt hat, soll ein deutscher Hersteller den bereits weit enteilten Branchenführern aus Asien Paroli bieten. Die deutsche Wirtschaft scheute bislang allerdings das Risiko der hohen Investitionen. An einem Konsortium dagegen haben inzwischen gut 30 Firmen Interesse bekundet.

Doch auch unabhängig vom ganz großen Projekt einer Fabrik für Batteriezellen für Elektroautos fährt Varta im laufenden Jahr seine Investitionen hoch. 2019 seien zwischen 65 und 75 Millionen Euro geplant, teilte das im Oktober 2017 an die Börse gebrachte Unternehmen in Ellwangen mit, das unter anderem Starterbatterien baut. Varta gab bereits im vergangenen Jahr deutlich mehr für Investitionen aus. Sie waren 2018 mit gut 56 Millionen Euro rund 3,5 Mal so hoch gewesen wie im Jahr davor.

Die bereits bekannten Prognosen für den Umsatz und das operative Ergebnis bestätigte das Unternehmen. Es wird für 2019 ein währungsbereinigter Konzernumsatz zwischen 303 und 309 Millionen Euro erwartet. Das entspricht einem organischen Umsatzwachstum von rund 12 bis 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Varta hatte bereits Mitte Februar die Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt und dabei auch die Ziele für 2019 veröffentlicht. 2018 stieg der Umsatz um 12,2 Prozent auf 282 Millionen Euro. Unterm Strich verdiente Varta mit 25,2 Millionen Euro fast doppelt so viel wie 2017. Im laufenden Jahr geht das Unternehmen von einem weiteren Wachstum von Umsatz und Ergebnis aus.

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