Veterama Mannheim: Hitzerekord im Teilebad

Autor: Steffen Dominsky

Selbst in Zeiten der globalen Digitalisierung ist er nicht tot zu kriegen, nach 43 Jahren hat Europas größter Oldtimer-Teilemarkt nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Am Wochenende strömten mehr als 50.000 Oldiejünger zum Maimarktgelände nach Mannheim.

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Teile mit Weile: Ersatzteilsuchende müssen auf Europas größtem Oltimerteilemarkt durchaus „Suchfleisch“ mitbringen.
Teile mit Weile: Ersatzteilsuchende müssen auf Europas größtem Oltimerteilemarkt durchaus „Suchfleisch“ mitbringen.
(Bild: Dominsky)

Gerne wirbt man im gewerblichen Bereich mit Superlativen. Da ist das rostigste Hobby der Welt, die Oldtimerei, keine Ausnahme – siehe Techno Classica versus Retro Classics. „Wir sind die größte Oldtimermesse!“ – „Nein, wir!“, heißt es wechselweise von den Veranstaltern in Essen und Stuttgart. Unter den Oldtimer-Teilemärkten ist der Streit überflüssig. Hier gibt es seit Jahr und Tag definitiv nur eine Nummer eins. Und die hört auf den Namen Veterama. Der „Veteranen-Markt Mannheim“ ist unangefochten der Platzhirsch, obwohl oder besser gesagt weil er schon seit nunmehr 43 Jahren existiert.

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Am vergangenen Wochenende rief die Traditionsveranstaltung – sie findet jeweils am zweiten Oktober-Wochenende statt – wieder, und die Oldiejünger folgten ihr. Mehr als 4.000 Aussteller aus ganz Europa hatten sich angemeldet. „Ausverkauft“ lautete bereits im Juni (!) die Ansage des Veranstalters, der Veterama GmbH um ihren Gründer Winfried A. Seidel, zugleich Besitzer des Benz-Museums in Ladenburg. Dabei sorgte nicht nur das perfekte und fast schon zu heiße Wetter (28 Grad) für regen Zuspruch. Am Mittag waren die Wege zu den Ständen proppenvoll. „Auffällig ist die Wiederbelebung der Autoszene. Die Zahl der Händler mit Autoteilen ist bei uns sprunghaft gestiegen, wobei die Stände mit Motorradteilen ein konstant hohes Niveau haben“, stellte Seidel bereits im Vorfeld fest.

Trotz Internethandel fanden also jede Menge Aussteller den Weg nach Mannheim: über 50.000 Schrauber, Auto- und Zweiradliebhaber waren es. Apropos „Weg“: Wer jeden Stand nach Raritäten durchkämmen wollte, der konnte sich auf 25 Kilometer Fußweg freuen – exklusives Oldtimerfeeling inklusive. Immerhin erstreckte sich der Markt auf rund 260.000 Quadratmeter. Ein Teil davon diente als Marktfläche für Fahrzeuge, allen voran für Pkws und das eine oder andere leichte Nutzfahrzeug (siehe Bildergalerie). Echte Schnäppchen waren hier – anders als bei den Ersatzteilen – eher spärlich gesät.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group