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Volkswagen kooperiert mit E-Go

| Autor / Redakteur: dpa / Jakob Schreiner

Der Wolfsburger Konzern stellt seinen E-Baukasten (MEB) nun auch Drittanbietern zur Verfügung. Erster Partner wird das Aachener Unternehmen E-Go. Mit dem Baukastenprinzip sollen auch Kleinserien günstig und einfach realisierbar sein.

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Teil des Baukastens ist ein 150 kW/204 PS und 310 Newtonmeter starker E-Motor in Kombination mit Ein-Gang-Getriebe und 62 kWh großer Lithium-Ionen-Batterie.
Teil des Baukastens ist ein 150 kW/204 PS und 310 Newtonmeter starker E-Motor in Kombination mit Ein-Gang-Getriebe und 62 kWh großer Lithium-Ionen-Batterie.
(Bild: Volkswagen)

Der Volkswagen-Konzern hat einen ersten Partner zur Nutzung seines Baukastens für Elektromodelle gefunden. Der Elektrofahrzeughersteller E-Go will Technik von VW nutzen, wie Volkswagen am Montag vor der Eröffnung des Internationalen Automobilsalons in Genf mitteilte. Dass andere Autohersteller den sogenannten Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) von VW für ihre Autos nutzen können, soll die Kosten für Elektromobilität insgesamt senken. „Der MEB soll als Standard der E-Mobilität etabliert werden“, sagte VW-Konzernchef Herbert Diess in Genf. Konzern-Chefstratege Michael Jost hatte mögliche Kooperationen bereits Ende Januar in Aussicht gestellt.

In der Zukunft will VW mit E-Go ein neues Fahrzeug entwickeln und dafür den Elektrobaukasten nutzen. Auch Kleinserienfahrzeuge, von denen nur geringe Stückzahlen produziert werden, sollen damit einfach und kostengünstig zu bauen sein, so Diess. Wie so ein Fahrzeugprojekt aussehen könnte, zeigen die Wolfsburger mit dem ID-Buggy auf der Messe. Auch E-Go verspricht sich Vorteile: „Wir werden durch die MEB-Plattform noch schneller, robuster und kostengünstiger“, sagte Günther Schuh, Chef und Gründer des Unternehmens mit Sitz in Aachen.

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Die Kosten für die Entwicklung neuer Technik wie etwa Elektroautos oder für das autonome Fahren sind enorm. Daher versuchen Hersteller, die Kosten zu teilen, indem möglichst viele Fahrzeuge auf einer gemeinsamen Technik basieren. Volkswagen investiert von 2019 bis 2023 rund 30 Milliarden Euro allein in die Elektromobilität, unter anderem für neue Modelle, Antriebe und stärkere Batterien.

Von 2020 und 2021 an greifen strengere Umweltauflagen der Europäischen Union. Autoherstellern drohen hohe Strafen, falls sie es nicht schaffen, den CO2-Ausstoß ihrer verkauften Fahrzeugflotte zu senken. Auch deswegen investieren Autobauer in Elektromodelle. Bei VW sollen 2025 E-Autos bis zu einem Viertel des Absatzes ausmachen.

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