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Volkswagen pilotiert vollständig digitalen Verkaufsprozess im Handel

| Autor: Christoph Seyerlein

Gemeinsam mit dem Autohaus Holzberg in Braunschweig testet Volkswagen Financial Services aktuell einen komplett digitalen Prozess für Leasing- und Finanzierungsabschlüsse. Mittelfristig sollen alle Volkswagen-Partner in Deutschland davon profitieren.

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Das E-Signing pilotiert Volkswagen Financial Services aktuell mit dem Autohaus Holzberg. Im Bild zu sehen sind stehend (v.l.n.r.) Stefan Imme (Chief Digital Officer), Björn Steffen (Leiter Digitales Marketing), Christopher Hartung (Projektleiter Digitale Signatur im Autohaus), alle Volkswagen Financial Services. Sitzend: Robert Welke (Autohaus Holzberg) .
Das E-Signing pilotiert Volkswagen Financial Services aktuell mit dem Autohaus Holzberg. Im Bild zu sehen sind stehend (v.l.n.r.) Stefan Imme (Chief Digital Officer), Björn Steffen (Leiter Digitales Marketing), Christopher Hartung (Projektleiter Digitale Signatur im Autohaus), alle Volkswagen Financial Services. Sitzend: Robert Welke (Autohaus Holzberg) .
(Bild: Volkswagen Financial Services)

Gemeinsam mit dem Autohaus Holzberg in Braunschweig, das zur Voets-Gruppe gehört, pilotiert Volkswagen Financial Services (VWFS) aktuell einen vollständig digitalen Verkaufsprozess im Handel. Kernbestandteil ist das E-Signing, die digitale Unterschrift. Laut VWFS ist künftig nur noch eine statt wie bislang 14 Unterschriften des Kunden erforderlich. Diese erfolgt auf einem Tablet, ein gedruckter Vertrag ist nicht mehr nötig.

Daten könnten in den Prozess automatisch eingelesen und ohne Übertragungsfehler weiterverarbeitet werden. Grundlage dafür ist eine digitale Identität des Käufers. Diese entwickelt VWFS gemeinsam mit dem Dienstleister Verimi. Hat der Kunde eine solche Identität erstellt, kann er damit beispielsweise seine Verträge mit Volkswagen managen.

Datenschutzbedenken hat Volkswagens Finanzsparte dabei nicht. Die Verimi-Plattform sei kürzlich vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik für den Einsatz im Rahmen des Onlinezugangsgesetz (OZG) zugelassen worden, teilte das Unternehmen mit.

Prozess soll dem Handel Zeit und Geld sparen

Stefan Imme, Chief Digital Officer bei Volkswagens Finanzsparte, ist vom Nutzen für Käufer und Händler überzeugt. „Viele Kunden wünschen sich einen schnelleren, einfacheren und sicheren Abschluss des Leasing- oder Finanzierungsvertrags im Autohaus.“ Die Handelspartner könnten wiederum Geld und Zeit sparen und letztere in die Beratung der Interessenten investieren.

Aber auch die Finanzsparte selbst will etwas von der Sache haben: „Wir als Volkswagen Financial Services können mit unseren Kunden kanalübergreifend interagieren und sie digital betreuen“, erklärt Imme. Das Projekt passt also in das Vorhaben des Autoherstellers, künftig auch selbst den Kundenkontakt direkt zu suchen. Die Möglichkeit dazu hat sich der Konzern in den neuen Händlerverträgen zusichern lassen.

Laut Volkswagen Financial Services wird der digitale Verkaufsprozess „mittelfristig“ bundesweit in den Partnerbetrieben des Volkswagen-Konzerns ausgerollt.

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