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VW Nutzfahrzeuge ruft Amarok und Crafter zurück

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Weltweit groß, in Deutschland überschaubar ist ein Rückruf für den Pick-up Amarok wegen eines möglichen Verlusts des Reserverads. Zusätzlich müssen etwas über 1.000 Crafter bei uns zum Scheibentausch erscheinen.

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Etwas mehr als 9.000 der vom Rückruf betroffenen Exemplare des VW Amarok aus dem Produktionszeitraum August 2016 bis Mai 2020 sind hierzulande registriert.
Etwas mehr als 9.000 der vom Rückruf betroffenen Exemplare des VW Amarok aus dem Produktionszeitraum August 2016 bis Mai 2020 sind hierzulande registriert.
(Bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge)

Nur einen vergleichsweise kleinen Teil eines großen Rückrufs für den Pick-up Amarok haben VW-Partner in Deutschland abzuarbeiten. Von den knapp 203.000 weltweit betroffenen Exemplaren aus dem Produktionszeitraum August 2016 bis Mai 2020 sind etwas über 9.000 bei uns registriert. Die Maßnahme mit den Aktionscodes „66L9“ und „66M1“ soll erst in einigen Wochen starten, wie aus Konzernkreisen zu erfahren war.

Grund für den Rückruf ist laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein möglicher Verlust des am Unterboden befestigten Reserverades. Verantwortlich dafür ist nach unseren Informationen das Hebeseil der Reserveradwinde, das gemeinsam mit dem als Zweitsicherung verbauten Fangseil bei starkem Offroadeinsatz reißen könnte. Dem KBA zufolge ist ein Unfall in Argentinien aufgrund des Problems bekannt. „Als Abhilfemaßnahme ist eine zusätzliche Fixierung des Reserverades durch einen Radbolzen in Form einer Anti-Diebstahl-Sicherung an der Karosserie vorgesehen“, schreibt die Behörde in ihrem vergangene Woche veröffentlichten Warnhinweis.

Crafter-Rückruf

Seit Anfang September bekannt ist ein weiterer Rückruf der Nutzfahrzeugsparte von VW für den Crafter Kastenwagen. Aufgrund eines Fehlers des Zulieferers bei der Lagerung des Scheibenklebers bestehe die Möglichkeit, dass sich die Seiten- und / oder Heckscheiben vom Fahrzeug lösen, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Die Rede ist von Transportern, die zwischen 19. Januar 2017 und 23. September 2019 vom Band liefen. Die Derivate Pritsche / Einzelkabinen und der Grand California seien nicht betroffen, betonte der Sprecher.

Ein gutes Drittel der weltweit 3.228 in die Vertragswerkstatt einbestellten Fahrzeuge ist in Deutschland gemeldet. Die Reparaturdauer dort „hängt sehr stark von der Anzahl der zu ersetzenden Scheiben ab“, sagte der Sprecher. Die Erledigung der Aktion ist am Eintrag im Serviceheft mit dem Kürzel „64F8“ zu erkennen.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist