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VW verspricht „Initialzündung, um den Handel wieder anzukurbeln“

Autor: Christoph Seyerlein

Ein neues Maßnahmenprogramm soll dem VW-Handel beim Wiederanlauf nach dem Corona-Lockdown unter die Arme greifen. Allein auf die eigenen Ideen will Volkswagen beim Versuch, den Absatz wieder hochzufahren, am liebsten aber nicht bauen.

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Rund 70 Prozent der VW-Autohäuser in Deutschland haben wieder geöffnet.
Rund 70 Prozent der VW-Autohäuser in Deutschland haben wieder geöffnet.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Mit einem neuen Programm namens „Jump-Start“ will Volkswagen seine deutschen Händler dabei unterstützen, den Absatz nach dem Corona-Lockdown wieder hochzuschrauben. Wie der Hersteller am Dienstag mitteilte, haben aktuell etwa 70 Prozent der VW-Partner hierzulande ihre Autohäuser wieder geöffnet. In einigen Bundesländern wie Bayern oder Berlin ist das noch nicht möglich.

Helfen sollen dem Handel unter anderem „sehr attraktive Konditionen bei Leasing und Finanzierung“. Wie genau diese aussehen, verriet VW nicht. Käufer würden aber zusätzlich mit einer kostenlosen Ratenabsicherung geschützt. Der VW/Audi-Partnerverband (VAPV) hatte vom Hersteller zuletzt Absicherungspakete für Kunden mittels Arbeitslosigkeitsversicherung und Aktionszinsen für Leasing- und Finanzierungsverträge mit dem Ziel 0,0 Prozent Zinsen und kostenlosen Wartungspaketen gefordert.

Darüber hinaus stellt VW dem Handel ein Online-Training zur Verfügung. In Checklisten, Videos und Audiodateien sollen die Partner dabei Antworten auf Fragen rund um die Kundenbetreuung erhalten. Der Hersteller verspricht etwa Handlungsempfehlungen zu den Themen virtuelle Fahrzeugpräsentationen, Probefahrten, kontaktloser Hol- und Bringservice oder Fahrzeugübergabe. Darüber hinaus empfiehlt Volkswagen seinen Händlern verschiedene Desinfektions- und Pflegeprodukte, die den Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter im Autohaus und für die Kunden erhöhen sollen.

Viele Ideen kommen von den Händlern selbst

Viele der nun vorgestellten Ideen stammen aus den Autohäusern selbst, betonte VW am Dienstag. Deutschlandchef Holger B. Santel bezeichnete das neue Programm als „Initialzündung, um den Handel wieder anzukurbeln“. Gerade in der aktuellen Phase steige der Wunsch nach individueller Mobilität. „Menschen schätzen die Hygiene in ihrem eigenen Fahrzeug. Wir haben gute Angebote und Argumente, um gerade jetzt aktiv auf unsere Kunden zuzugehen“, so Santel.

Neben den eigenen Maßnahmen hofft die VW-Spitze aber auch weiter auf staatliche Unterstützung. Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann teilte am Dienstag mit: „Wenn die Autoverkäufe wieder anziehen, haben wir eine gute Basis für einen Neustart der gesamten deutschen Wirtschaft. Dafür brauchen wir aber auch Impulse der Politik auf breiter Basis.“

Die Wolfsburger favorisieren dabei eine Abwrackprämie, die besonders den Kauf von Neuwagen mit guter CO2-Bilanz subventioniert. „Auf Deutschlands Straßen fahren noch mehrere Millionen Fahrzeuge, die der Abgasnorm EU4 oder älter entsprechen. Mit der Erneuerung dieses Bestandes können wir gemeinsam einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, erklärte Stackmann.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«