VW will Produktion in Deutschland ab dem 20. April wieder hochfahren

Autor / Redakteur: dpa/cs / Christoph Seyerlein

Ab kommender Woche will Volkswagen seine Produktion in Deutschland wieder anlaufen lassen. Den Anfang mit stark reduzierten Stückzahlen macht das Werk in Zwickau.

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Noch im April sollen in VW-Werken in Deutschland wieder Autos vom Band laufen.
Noch im April sollen in VW-Werken in Deutschland wieder Autos vom Band laufen.
(Bild: VW)

Volkswagen will die Fahrzeugproduktion in Deutschland ab kommender Woche wieder hochfahren. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, nimmt ab dem 20. April das Werk in Zwickau die Fertigung auf. Auch in Bratislava (Slowakei) will der Konzern dann wieder starten.

In der Woche ab dem 27. April beginnt der Wiederanlauf der Produktion in den übrigen deutschen Produktionsstätten sowie in Portugal, Spanien, Russland und USA. Im Laufe des Monats Mai soll dann sukzessive auch in Südafrika, Argentinien, Brasilien und Mexiko wieder produziert werden.

VW-Markenchef Ralf Brandstätter erklärte: „Mit den Beschlüssen der Bundes- und Landesregierungen sowie den Lockerungen von Maßnahmen in weiteren europäischen Staaten sind die Rahmenbedingungen geschaffen, die Produktion wieder schrittweise aufnehmen zu können.“ Für die VW-Werke in Deutschland gelte weiter Kurzarbeit, die Zahl der Kurzarbeitenden werde aber je nach Anlauf schrittweise zurückgefahren.

Auch Volkswagen Nutzfahrzeuge kündigte die baldige Wiederaufnahme der Fertigung an.Die Werke in Hannover und an den polnischen Standorten in Poznan und Wrzesnia fahren am Montag, 27. April, nach gut fünfwöchiger Produktionsruhe mit reduzierten Kapazitäten schrittweise wieder hoch. Der Anlauf soll entsprechend der derzeitigen Verfügbarkeit von Teilen, der staatlichen Auflagen in Deutschland und Europa, der Entwicklung in den Vertriebsmärkten und den sich daraus ergebenden Fahrweisen in der Produktion erfolgen.

Vor Ostern hatte der Konzern angekündigt, die Produktion in seinen Zulieferwerken in dieser Woche wieder stärker anlaufen zu lassen. In einigen Werken der Komponentenfertigung sollte der ohnehin laufende Teilbetrieb erweitert werden, um die Versorgung der chinesischen Produktionswerke sicherzustellen. Davon seien insgesamt 1.700 Mitarbeiter an den Standorten Braunschweig, Kassel, Salzgitter, Chemnitz und Hannover betroffen.

Abläufe werden geändert

In der Fertigung würden „Abläufe so geändert, dass der Schutz vor einer Übertragung des Virus an allererster Stelle steht“, hatte Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh für einen Neustart angekündigt. Dazu würden Umwege in Kauf genommen. Im Zweifel werde eher weniger produziert, „als irgendwo ins Risiko zu gehen“. Er sagte: „Wo sich der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten lässt, tragen die Kolleginnen und Kollegen Masken.“

Volkswagen hatte zuletzt die Schließung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland wegen der Corona-Pandemie bis zum 19. April verlängert.

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