Starkes erstes Quartal

Warum bei Daimler auf einmal wieder Zuversicht herrscht

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Ob es für Daimler so gut weitergeht, hängt entscheidend auch davon ab, als wie schlagkräftig sich der Konzern im international hart umkämpften Feld der elektrischen Antriebe erweist. Noch spielen vor allem reine E-Autos wegen ihres geringen Umsatzanteils in den Geschäftszahlen eine untergeordnete Rolle – das dürfte sich in den nächsten Jahren aber nach Expertensicht mehr und mehr ändern.

Daimler peilt in seiner Pkw-Sparte bisher bis 2030 einen Absatzanteil elektrifizierter Autos von „mehr als 50 Prozent“ an – in diese Kategorie fallen sowohl rein elektrische Autos als auch Hybride. Källenius deutete allerdings zuletzt an, dass alles womöglich auch schneller gehen könne, wenn sich die derzeit „starke Nachfrage“ nach elektrischen Fahrzeugen fortsetze.

Kritiker hatten Daimler jahrelang vorgeworfen, zu lange an eine goldene Zukunft von Benzin- und Dieselautos geglaubt und damit wertvolle Jahre bei der Entwicklung von E-Autos verschlafen zu haben. Inzwischen aber hat Källenius die Aufholjagd eingeläutet.

Die Börse freut das: Der Daimler-Aktienkurs steigt seit Monaten stetig. Am Freitag waren die Anteilsscheine Dax-Spitzenreiter und legten um mehr als drei Prozent auf 77,80 Euro zu. Analysten attestierten den Stuttgartern einhellig überraschend starke Zahlen. Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan sprach sogar von einem ertragsseitigen Superzyklus, dessen Dynamik sich im Jahresverlauf fortsetzen dürfte. Sein Kollege Tom Narayan vom Analysehaus RBC führt das gute Abschneiden auf den Produktmix in der Autosparte Mercedes-Benz zurück.

Was den EQS so wichtig macht

Erst diese Woche stellten die Stuttgarter ihr aktuell leistungsfähigstes reines Elektroauto vor. Der EQS, eine Luxuslimousine in der Tradition der herkömmlichen S-Klasse, soll unter anderem über eine Batteriereichweite von bis zu 770 Kilometern nach dem neuen Prüfstandard WLTP verfügen. Auch bei der Aerodynamik und den Ladezeiten sind die Versprechen groß. Der Preis ist noch unbekannt, der Verkaufsstart wird für den Sommer erwartet.

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„Die Bedeutung des EQS für den Ruf von Daimler als E-Auto-Bauer ist immens“, sagt Dudenhöffer. Das neue Fahrzeug sei zugleich Technologieträger und Symbol für die Innovationsfähigkeit des Konzerns. Der Branchenkenner glaubt, dass Daimler vor allem in einem Land viele Abnehmer für seinen EQS finden dürfte: natürlich in China.

Daimlers Gewinn fiel im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 832 Prozent höher aus.(Bild:  Daimler)
Daimlers Gewinn fiel im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 832 Prozent höher aus.
(Bild: Daimler)

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