Suchen

#Wasmitautos: Azubi aus freiem Betrieb holt sich den Sieg

Autor: Edgar Schmidt

Die Kampagne #wasmitautos erlebte ein spannendes Finale auf der IAA. Gefragt waren Schnelligkeit, Geschick und die richtige Strategie. Kfz-Mechatroniker Burak Yildirim hatte dabei das glücklichste Händchen.

Firmen zum Thema

#wasmitautos war eine gelungene und spannende Kampagne.
#wasmitautos war eine gelungene und spannende Kampagne.
(Bild: Schmidt/»kfz-betrieb«)

Burak Yildirim von Autofit Marko Ludwig aus Meschede hat das Finale der Autoberuf-Kampagne #wasmitautos für sich entschieden. Mit ihm sind am Montag auf der IAA in Frankfurt Onur Karakus (Autohaus Staiger, Esslingen) und Philipp Weber (Scherer GmbH, Homburg) zum finalen Wettstreit angetreten. Die Kfz-Mechatroniker-Azubis mussten unter ständiger Beobachtung von drei Filmkameras, mehreren Fotografen und Hunderten Zuschauern eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe bewältigen, die sich der Youtube-Star JP Kraemer ausgedacht hatte.

Sie mussten einen Auspuffkrümmer inklusive Turbolader und Leitungen an ein dafür vorbereitetes Gestell montieren. Die Schwierigkeit war, dass sie sich innerhalb kürzester Zeit die richtige Montagestrategie zurechtlegen mussten und dann die Teile auf Zeit montieren. Alle drei zeigten, dass sie zu Recht ins Finale gekommen waren. Durch die prominente Unterstützung von Kraemer stieß die Aktion auf eine sehr große und positive Resonanz bei Azubis und Kfz-Betrieben.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 15 Bildern

Mit der schnellsten Montagezeit erarbeitete sich Burak Yildirim Platz eins und ein Preisgeld von 1.500 Euro, auf Platz zwei mit einem Preisgeld von 1.000 Euro kam Onur Karakus und auf Platz drei mit einem Preisgeld von 500 Euro Philipp Weber. Da Weber seine Ausbildung in einem Volkswagen-Autohaus absolviert, erhielt er von VW als Anerkennung zusätzlich eine kostenlose Teilnahme an Kursen der „Volkswagen Technologie für Auszubildende“.

Der Wettbewerb soll das Image und die Bekanntheit der Autoberufe fördern und zeigen, dass die Ausbildungsberufe im Kfz-Gewerbe vielfältig und interessant sind. Betriebe und ihre teilnehmenden Azubis sollten zudem beweisen, dass das Kfz-Gewerbe offen ist für neue Ideen und dass angehende Kfz-Mechatroniker viel Spaß bei ihrer Arbeit haben können. „Zeigt, dass ihr locker seid“, forderte JP Kraemer die Betriebe auf, als er den Wettbewerb vorstellte. Betriebe und Azubis haben hier kaum Wünsche offen gelassen.

Für die Bewerbung mussten die Azubis ein witziges Selfie von sich in der Werkstatt machen und mit dem Hashtag #wasmitautos bei Facebook oder Instagram hochladen. Die 16 Bewerber mit dem witzigsten Selfie durften dann zu einer Vorentscheidung zu JP nach Düsseldorf reisen und mussten dort in vier sogenannten Challenges ihr Können unter Beweis stellen.

IAA 2017: Alles außer Auto
Bildergalerie mit 45 Bildern

Dabei ging es um das Feingefühl mit dem Werkzeug, das die Kfz-Mechatroniker täglich nutzen – und auch ein bisschen Glück beim Schätzen musste man haben: Was eher leicht wirkte, war zwar nicht unbedingt anspruchsvoll, aber trotzdem gar nicht so einfach zu bewältigen.

Qualifikation der Teilnehmer

Challenge 1: Bei einem Audi TT ohne Vorderrad, aber mit eingeschraubten Radmuttern mussten die Azubis diese mit der Hand herausdrehen und das Rad montieren.

Challenge 2: Aus Maulschlüsseln der Größe 6 bis 15 bekamen sie einen mit verbundenen Augen in die Hand gelegt und mussten Größe sowie Gewicht erfühlen und raten.

Challenge 3: Bei einem getunten 1,9 TDI mit serienmäßigen 130 PS mussten sie die Leistung erraten, nachdem JP erläutert hatte, was dort alles verändert wurde.

Challenge 4: Hier mussten sie eine Radschraube mit einem Drehmomentschlüssel anziehen und dabei abschätzen, auf welchen Drehmomentwert dieser eingestellt war.

Insgesamt kann sich der ZDK über eine gelungene Imagekampagne freuen, und auch JP Kraemer hat die Aktion Spaß gemacht. So stehen die Chancen gut, dass die Kampagne im kommenden Jahr wiederholt wird.

(ID:44896104)

Über den Autor

 Edgar Schmidt

Edgar Schmidt

stellv. Leiter Ausbildungsmedien