Wohnmobile als Zusatzgeschäft Wenn, dann richtig

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Ein boomender Markt und Margen, die deutlich attraktiver sind als im Pkw-Vertrieb: Auf den ersten Blick wirken Wohnmobile wie das perfekte zusätzliche Standbein. Doch Vorsicht: Es ist ein Geschäft mit ganz eigenen Spielregeln und zahlreichen Risiken.

Das Reisemobilcenter von Auto Reichhardt verkauft jährlich rund 400 Freizeitfahrzeuge.
Das Reisemobilcenter von Auto Reichhardt verkauft jährlich rund 400 Freizeitfahrzeuge.
(Bild: Auto Reichhardt)

Ein Wohnmobilstellplatz für 15 bis 23 Euro für zwei Erwachsene und Hund, inklusive Strom und Wasser sowie sanitärer Anlagen, WLAN, E-Bike-Verleih, Brötchenservice und sogar frischer Eier aus dem eigenen Hühnerstall – den einmaligen Panoramablick über die Rheinebene gibt es kostenlos dazu. Hinter diesem attraktiven Angebot steckt nicht etwa der Betreiber eines Campingplatzes, sondern das freie Pkw-Autohaus Schmidt aus Herxheim. Es verkauft zwar selbst keine Wohnmobile, hat diese aber dennoch auf diesem etwas anderen Weg als Zusatzgeschäft für sich entdeckt.

Den Zeitpunkt für die Bereitstellung der zwölf Stellplätze hätte Inhaber und Geschäftsführer Jörg Schmidt nicht besser wählen können: Er fiel genau auf den Beginn der Corona-Pandemie, die einen beispiellosen Run auf das Caravaning auslöste und Stellplätze zu einem begehrten Gut machte.