Whistleblower: In Teslas Gigafactory wird mit Drogen gehandelt

Autor: Christoph Seyerlein

Wieder erhebt ein ehemaliger Angestellter schwere Vorwürfe gegen Tesla. Der Hersteller soll dem Mann zufolge den Aktionären Diebstähle in der Gigafactory verschwiegen haben. Außerdem sei ein mexikanisches Drogenkartell in der Batteriefabrik aktiv.

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Teslas Gigafactory in Nevada.
Teslas Gigafactory in Nevada.
(Bild: Tesla)

Unter Ex-Mitarbeitern von Tesla scheint es gerade in Mode zu kommen, als Whistleblower miese Zustände beim Elektroauto-Hersteller anzuprangern. Mit einem ehemaligen Angestellten befindet sich Tesla deswegen bereits in einem Rechtsstreit, nun macht ein weiterer früherer Arbeiter von sich Reden.

Der Mann namens Karl Hansen war bis zum 16. Juli 2018 als Wachmann in Teslas Gigafactory in Nevada beschäftigt und wurde nach eigenen Angaben gefeuert, nachdem er intern auf Probleme aufmerksam machen wollte. Nun will er als Whistleblower für die US-Börsenaufsicht SEC agieren, wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet. Seine Informationen über die Zustände in der Fabrik klingen dabei äußerst dubios.

Hansen zufolge lässt Tesla seine Mitarbeiter in Nevada ausspionieren. Außerdem habe der Hersteller seinen Investoren verschwiegen, dass im ersten Halbjahr 2018 Materialien im Wert von 37 Millionen Dollar in der Gigafactory gestohlen worden seien. Als wäre das noch nicht genug, berichtet Hansen auch noch davon, dass ein Mitarbeiter für ein mexikanisches Drogenkartell in der Batteriefabrik Kokain und Crystal Meth verkaufe. Tesla wisse davon, habe das aber nicht an die US-Drogenaufsichtsbehörde gemeldet, so der Ex-Angestellte.

Die SEC wollte sich gegenüber Reuters nicht näher zu dem Sachverhalt äußern. Tesla hingegen gab einen Kommentar ab. Der Hersteller teilte mit, dass einige von Hansens Vorwürfe falsch sein, andere habe man bislang noch nicht bestätigen können. Nähere Einzelheiten nannten die Kalifornier aber nicht.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«