WLTP: Ein Kürzel sorgt für Unmut

Autor / Redakteur: Thomas Nuber / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Das Verfahren „Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure“, so lautet das Begriffsungetüm hinter der Abkürzung WLTP, bringt Nutzfahrzeugbetriebe derzeit besonders ins Schwitzen – Aufbauten erschweren die Zulassung.

Das Forum Fahrzeugbau findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Würzburg statt.
Das Forum Fahrzeugbau findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Würzburg statt.
(VCG-Archiv)

WLTP ist ein weltweit einheitliches Messverfahren zur Ermittlung der Schadstoff- und CO2-Emissionen sowie des Kraftstoff- bzw. Stromverbrauchs. Zur Übernahme des neuen Prüfverfahrens in das Typgenehmigungsverfahren wurde die Verordnung (EU) 2017/1151 der Kommission vom 1. Juni 2017 erlassen.

Sie fordert Fahrzeugbauer und OEMs zu einem einvernehmlichen, kreativen und intelligenten Handeln heraus. Sie teilt die Fahrzeuge in sogenannte Road-Load-Matrix-Familien ein, also Fahrzeuge, die aufgrund ihrer Abmessungen, ihres Gewichts und ihrer Motorleistung einen sehr ähnlichen CO2-Ausstoß haben. Wie die Verantwortlichkeiten aufgeteilt sind, weiß Karsten Mathies vom TÜV Hessen: „Der Fahrgestell- bzw. Motorhersteller ist verantwortlich für die Schadstoffemissionen beim WLTP-Test und den ‚Real Driving Emissions‘ (RDE) sowie für Nachprüfungen der Emissionen bei Kundenfahrzeugen. Er muss dem Aufbauhersteller ein Berechnungsprogramm für CO2-Emissionen zur Verfügung stellen. Außerdem gibt er die Fahrwiderstandsgrenzen vor – sowohl in der Homologation als auch in Aufbauleitfäden.“