Zahl der Kfz-Pleiten bleibt weiter rückläufig

Noch 53 Insolvenzen in der Kfz-Branche im April

| Autor: Andreas Grimm

(Foto: Rehberg)

Die Zahl der Pleiten im Kfz-Gewerbe geht weiter zurück. Wie das Statistische Bundesamt in einer jetzt vorgelegten Insolvenzstatistik ausweist, waren im April 53 Betriebe aus dem Branchenumfeld in akuter Finanznot. Das waren 8 Betriebe weniger als im April des Vorjahres (-13,1 %). Dennoch gefährdeten die Insolvenzen die Arbeitsplätze von 150 Mitarbeitern. Die voraussichtlichen Forderungen der Schuldner summierten sich auf 13,1 Millionen Euro. In 14 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren dabei mangels Masse abgewiesen.

Die Insolvenzzahlen in der Kfz-Branche – inklusive Teilehandel, Autowaschanlagen und Motorradbetrieben – sind zum dritten Mal in Folge rückläufig. Seit Jahresbeginn standen 209 Betriebe vor dem Aus, 10 weniger als im Vorjahreszeitraum (-4,6 %). Im Vergleich mit der Gesamtwirtschaft steht das Kfz-Gewerbe derzeit weiterhin stabil da. Im April sank die Zahl der Insolvenzen über alle Branchen hinweg nur um 2,3 Prozent (im Gesamtjahr um 2,9 %).

Verbessert hat sich im April vor allem die Situation der Servicebetriebe. Klassische Werkstätten meldeten in 11 Fällen Insolvenz an, im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es 7 mehr gewesen (-39 %). Bei den Autowaschanlagen gingen die Fallzahlen von 6 auf 4 zurück, dafür waren 4 statt 2 Lackierereien von einer Pleite betroffen.

Im Autohandel hatten dagegen mehr Betriebe mit finanziellen Problemen zu kämpfen. In 25 Fällen musste die Geschäftsführung Insolvenzanmelden, das waren drei mehr als im April 2018. Dafür gingen die Fallzahlen im Teilehandel von 10 auf 6 betroffene Betriebe deutlich zurück. In der Motorradbranche blieb es unverändert bei 3 Insolvenzen.

Keine Auskunft gibt die Statistik über die Zahl der Betriebsstilllegungen, wenn die Kfz-Unternehmer nicht mehr an ihr bisheriges Geschäftsmodell glauben.

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