Innovationsprämie ZDK drängt beim Bund auf Veröffentlichung der Förderrichtlinie

Autor: Doris Pfaff

Der Umweltbonus soll bis Ende 2025 verlängert werden. Doch die entsprechende Förderrichtlinie fehlt immer noch. Deshalb hat der ZDK das Bundesverkehrsministerium angeschrieben. Handlungsbedarf sieht der Zentralverband auch hinsichtlich der Befristung des Förderzeitraums.

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Die Verlängerung der Innovationsprämie wurde bereits vor einem halben beschlossen. Doch die entsprechende Förderrichtlinie fehlt noch, mahnt der ZDK an.
Die Verlängerung der Innovationsprämie wurde bereits vor einem halben beschlossen. Doch die entsprechende Förderrichtlinie fehlt noch, mahnt der ZDK an.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Eigentlich sollte die Innovationsprämie für Elektrofahrzeuge Ende 2021 auslaufen. Im November 2020 beschloss die Bundesregierung bereits, diese bis Ende 2025 zu verlängern. So steht es auch auf der Internetseite des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Inzwischen ist seit dem Beschluss ein gutes halbes Jahr vergangen, aber die Förderrichtlinie zur verlängerten E-Prämie fehlt immer noch. Das hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) wiederholt kritisiert und nun in seinem Brief an das Bundesverkehrsministerium angemahnt.

Denn die ausstehende Förderrichtlinie mache es den Autohändlern gegenwärtig schwer, E-Fahrzeuge zu verkaufen. So machten sich Kunden Sorgen, keine Prämie mehr zu erhalten. Ihnen verständlich zu machen, dass die Förderung trotz anderslautender Richtlinie verlängert wurde, sei schwierig, erläutert ZDK-Präsident Karpinski in dem Schreiben ans Ministerium.

Kunden wollten sich beim Kauf eines E-Fahrzeugs sicher sein können, dass sie die Förderung erhalten. Deshalb müsse die Förderrichtlinie nun schnell aktualisiert werden, so der ZDK.

Die Sorge vor dem leeren Fördertopf

Auch die Annahme, der Fördertopf könnte bereits leer sein, bis der Antrag des Kunden bearbeitet werde, sorge ständig für Unsicherheit. Diese Befürchtung könne man den Kunden aus Sicht des ZDK einfach nehmen: Dazu müsse der Bund darauf verzichten, das Fördervolumen jährlich zu begrenzen und stattdessen transparent machen, wie viele Fördermittel vom Gesamtvolumen noch zur Verfügung stehen. Insgesamt hat der Bund rund fünf Milliarden Euro Fördermittel für die nächsten fünf Jahre bereitgestellt.

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Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik