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ZF bringt neue Generation des CDC

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Die neueste Generation des elektronischen Dämpfersystems CDC verfügt über zwei Proportionalventile, die Zug- und Druckstufe getrennt regeln. Erster Serieneinsatz ist der neue 7er BMW.

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Zwei Proportionalventile und ein elektronisches Steuergerät enthält jeder Dämpfer des CDC2e von ZF. Foro: ZF
Zwei Proportionalventile und ein elektronisches Steuergerät enthält jeder Dämpfer des CDC2e von ZF. Foro: ZF
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Zulieferer ZF Friedrichshafen AG hat sein elektronisches Dämpfersystem CDC (Continuous Damping Control) weiterentwickelt. Im CDC2e verfügt jeder Dämpfer über zwei Proportionalventile, die unabhängig voneinander die Kennungen für die Druck- und die Zugstufe regeln.

Das soll die Dämpferrate noch feinfühliger an die Fahrsituation anpassen. ZF verspricht besseren Abrollkomfort bei gleichbleibenden Dynamikeigenschaften des Fahrzeugs.

Ein Beispiel für die besseren Eigenschaften von CDC liefert folgende Fahrsituation: Bei schneller Fahrt über einen relativ ebenen Belag, etwa auf der Autobahn, ist unter Komfortgesichtspunkten eine sehr weiche Dämpfereinstellung ideal. Lenkt der Fahrer plötzlich ruckartig ein, etwa beim Ausweichen, macht das vorübergehend eine härtere Dämpfungseinstellung notwendig, um zu starkes Wanken zu verhindern.

Im Grenzbereich von Komfort und Sicherheit

Die harte Kennung regt jedoch den Fahrzeugaufbau an und mindert den Abrollkomfort. Dieser Zielkonflikt lässt sich lösen, indem man Zug- und Druckstufe getrennt einstellt. Bei gleichem Abrollkomfort (weiche Kennlinie in der Druckstufe) verbessern sich die fahrdynamischen Eigenschaften (härtere Einstellung in der Zugstufe). Das CDC2e bietet den Fahrwerksingenieuren somit deutlich mehr Möglichkeiten zum Abstimmen des Fahrverhaltens.

Erster Einsatz im 7er

Die weiterentwickelte variable Dämpfung ist im neuen 7er BMW serienmäßig verfügbar. Sie arbeitet nicht nur automatisch, sondern lässt sich auch vom Fahrer beeinflussen. Dazu dient die so genannte Fahrdynamik-Control. Per Tastendruck kann der Fahrer das Setup des Fahrzeugs in den Stufen Comfort, Normal, Sport und Sport Plus variieren. Das System ändert neben der Abstimmung der Dämpfer und den Ansprechschwellen des elektronischen Stabilitätsprogrammes auch die Schaltdynamik des Automatikgetriebes sowie die Kennlinien von Gaspedal und Lenkunterstützung.

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