Studie Zu wenig Wissen über E-Autos in Deutschland

Quelle: Pressemitteilung

Zwar entscheiden sich mittlerweile immer mehr Autokäufer für ein Elektro- oder Hybridfahrzeug. Allerdings wissen viele Verbraucher offenbar noch nicht genauer über E-Fahrzeuge Bescheid.

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62 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass sich der Chipmangel nicht auf ihre Pläne zum Autokauf auswirken wird.
62 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass sich der Chipmangel nicht auf ihre Pläne zum Autokauf auswirken wird.
(Bild: Daimler)

In Deutschland herrscht ein sehr lückenhaftes Verständnis über die Elektromobilität. Das zeigt eine aktuelle Studie der Mediaplattform Teads. Wie aus einer Pressemitteilung vom Mittwoch hervorgeht, kennen beispielsweise 38 Prozent der Befragten nicht die wichtigsten Vorteile eines Elektroautos. Insgesamt wurden in Zusammenarbeit mit den Meinungsforschern von Kantar 1.900 potenzielle Automobilkäufer in acht Ländern zum Kauf von Elektro- und Hybridfahrzeugen befragt.

89 Prozent der befragten Verbraucher, die in den nächsten zwei Jahren ein Auto kaufen wollen, sind sich des in der Autoindustrie vorherrschenden Chipmangels bewusst. Zudem gaben 62 Prozent der Deutschen an, dass sich dieser Mangel nicht auf ihre Pläne zum Autokauf auswirken wird.

Allerdings erwarten zwei Drittel der potenziellen Käufer, dass Hersteller beziehungsweise Importeure sowie Händler ihnen entsprechend entgegenkommen. So wollen sie zum Beispiel regelmäßig zum Status der Lieferung (33 %) oder über zusätzliche Dienstleistungen und Services (22 %) informiert werden – oder aber einen Preisnachlass zur Kompensation der Wartezeit erhalten (30 %).

Online-Anzeigen wirkungsvoll

In der Vergangenheit nutzten Automarken häufig das Fernsehen, um ihre Werbeaussagen zu verbreiten. Aus der aktuellen Studie von Teads geht jedoch hervor, dass sich die Verbraucher während ihres Kaufprozesses zunehmend auf digitale Medien verlassen – dies gilt umso mehr für Interessenten an einem Elektroauto. Die Hälfte der potenziellen E-Auto-Käufer würde den gesamten Kaufprozess online abwickeln und 68 Prozent dieser Verbraucher würde das auch nach der Pandemie so tun.

Was das Format der Werbung angeht, so haben Nachrichtenseiten bei werberelevanten Online-Kanälen einen 1,6-mal größeren Einfluss als soziale Medien. Zudem präferieren Verbraucher kurze, relevante und überspringbare Videoanzeigen.

Wie die Studie zeigt, sind digitale Anzeigen insgesamt wirkungsvoll: 83 Prozent der Verbraucher, die sich für den Kauf eines Elektrofahrzeugs interessieren, haben aufgrund von Online-Werbung gehandelt. Für 33 Prozent der Befragten ist der Besuch der Website einer Automarke die wahrscheinlichste Handlung, nachdem sie die Online-Autoanzeige gesehen haben. 17 Prozent gaben an, dass sie auf die Anzeige klicken würden.

Umweltschutz ist relevant

Die Website einer Marke ist ebenfalls ein entscheidender Faktor: 43 Prozent der potenziellen E-Auto-Käufer in Deutschland beginnen ihre Recherche mit dem Besuch der Markenwebsite – 40 Prozent besuchen zuerst einen Händler. Auch bei der Kaufentscheidung ist die Homepage des Herstellers oder Importeurs wichtig: 71 Prozent der Befragten geben an, dass diese Website einen Einfluss auf ihre endgültige Entscheidung hat.

Laut der Teads-Studie können Autointeressenten in einer Vielzahl von Kontexten erreicht werden, wobei Nachrichten und Technik die beiden beliebtesten Arten von Inhalten sind. Wichtigste Kaufgründe in Bezug auf Elektroautos seien umweltbezogene Aspekte und technologische Neuerungen zur Kraftstoffeinsparung.

Henner Blömer, Global Senior Industry Director Teads, sagt, es sei wichtig, das Profil einer Marke für Elektromobilität weiter auszubauen, da der Ruf der Marke für potenzielle Käufer von Elektrofahrzeugen entscheidend ist. „Etablierte Hersteller müssen für hochprofitable Kunden attraktiv bleiben, um in einem sich entwickelnden Markt mit neuen Wettbewerbern zu wachsen, denn 45 Prozent der Interessenten in Deutschland sind bereit, mehr für ein Elektroauto zu bezahlen.“

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