Volkswagen-Konzern 2020 fast 1,7 Millionen Auslieferungen weniger als 2019

Autor: Christoph Seyerlein

Der Volkswagen-Konzern hat im Corona-Jahr 2020 deutliche Absatz-Einbußen von 15,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen müssen. Vor allem in Europa traf die Krise den Autobauer hart. Als Lichtblick wertet Volkswagen die Entwicklung bei den Elektroautos.

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Bei den Auslieferungen musste der Volkswagen-Konzern im Corona-Jahr 2020 deutliche Abstriche machen.
Bei den Auslieferungen musste der Volkswagen-Konzern im Corona-Jahr 2020 deutliche Abstriche machen.
(Bild: © Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH)

Am Dienstag vermeldeten fast alle Volkswagen-Marken ihre jeweiligen Absatzzahlen des Jahres 2020. Am Mittwoch zog nun der Gesamtkonzern nach. Mit 9.305.400 lieferte das Unternehmen im zurückliegenden Jahr weltweit 15,2 Prozent weniger Neuwagen aus als noch 2019. In Zahlen ausgedrückt bedeutete das einen Rückgang um 1.669.900 Einheiten.

Christian Dahlheim, Leiter Volkswagen Konzern Vertrieb, sagte dazu: „2020 war durch die Covid-19-Pandemie ein extrem anspruchsvolles Jahr. Der Volkswagen-Konzern hat sich in diesem Umfeld gut behauptet und seine Marktposition gefestigt.“ Erfreut zeigte er sich darüber, dass der Hersteller mit 231.600 reinen Elektroautos mehr als dreimal so viele Stromer zulassen konnten wie noch 2019. „Dieses Momentum nehmen wir mit ins laufende Jahr und legen mit zahlreichen weiteren attraktiven E-Modellen nach“, so Dahlheim.

Das volumenstärkste Elektroauto aus dem Konzern war im vergangenen Jahr der VW ID 3. Und das, obwohl er erst im Herbst gestartet war. Insgesamt 56.500 Einheiten lieferte VW von ihm aus. Auf den weiteren Plätzen folgten der Audi E-Tron (47.300 Auslieferungen), der VW E-Golf (41.300), der VW E-Up (22.200) und der Porsche Taycan (20.015).

In Westeuropa schlug die Krise am schwersten ein

Besonders schwer tat sich der Volkswagen-Konzern im vergangenen Jahr in Westeuropa (-21,6 %). Aber auch in Süd- (-19,5 %) und Nordamerika (-17,4 %) fielen die Rückgänge deutlich aus. Etwas moderater blieb das Minus in China (-9,1 %).

Von den einzelnen Marken blieben nur Porsche (-3,1 %) und Audi (-8,3 %) im einstelligen Minus-Bereich. Besonders heftig traf es dagegen Scania (-27,5 %), Seat (-25,6 %) und Volkswagen Nutzfahrzeuge (-24,4 %). Weitere Informationen zu den einzelnen Pkw-Marken finden Sie hier.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«