Kfz-Gewerbe Hessen 60.000 Verbrenner weniger verkauft

Von Holger Zietz 2 min Lesedauer

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Stabile Ausbildungszahlen, aber spürbarer Wandel bei den Antrieben: Das hessische Kfz-Gewerbe sieht sich mit veränderten Marktbedingungen konfrontiert, so das Fazit der Mitgliederversammlung des Kfz-Gewerbes Hessen.

Ehrungen mit der ZDK-Ehrennadel (v.l.): Michael Kraft, Präsident des Kfz-Gewerbe Hessen und ZDK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Hasler gratulieren Horst Püschel, Ralf Baumgärtner, Hans Günther Vögler, und Johannes Spieß. Mit dabei, Joachim Kuhn, Geschäftsführer Kfz-Gewerbe Hessen.  (Bild:  Kfz-Gewerbe Hessen)
Ehrungen mit der ZDK-Ehrennadel (v.l.): Michael Kraft, Präsident des Kfz-Gewerbe Hessen und ZDK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Hasler gratulieren Horst Püschel, Ralf Baumgärtner, Hans Günther Vögler, und Johannes Spieß. Mit dabei, Joachim Kuhn, Geschäftsführer Kfz-Gewerbe Hessen.
(Bild: Kfz-Gewerbe Hessen)

Mit vorsichtigem Optimismus blickt das hessische Kfz-Gewerbe auf das Autojahr 2026 – trotz eines weiterhin tiefgreifenden Strukturwandels im Automobilmarkt. Das wurde auf der Mitgliederversammlung des Landesverbands Hessen des Kfz-Gewerbes am 24. April in Brombachtal deutlich.

Präsident Michael Kraft zog in seinem Bericht eine gemischte Bilanz: Dynamische Impulse hätten im vergangenen Jahr weitgehend gefehlt, während die Elektromobilität der zentrale Treiber der Marktentwicklung bleibe. „Wenn ein Bundesland wie Hessen in einem Jahr fast 60.000 Verbrenner-Neuzulassungen einbüßt, dann müssen wir nicht lange nach Ursachen suchen. Es ist die Mobilitätswende“, sagte Kraft. Positiv hob er die stabilen Ausbildungszahlen im Land hervor.

Zur Versammlung begrüßte Kraft gemeinsam mit dem Obermeister der gastgebenden Innung Dieburg-Odenwaldkreis, Johannes Spieß, die Teilnehmenden. Auch der Landrat des Odenwaldkreises, Frank Matiaske, richtete ein Grußwort an die Branche.

Inhaltlich stand ein breites Themenspektrum im Fokus: Der neue ZDK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Hasler erläuterte die aktuelle Agenda des Bundesverbands vor dem Hintergrund organisatorischer Veränderungen. Rechtsanwalt Joachim Otting informierte über aktuelle Entwicklungen im Schadenrecht, während Christian Stettner (Nürnberger Versicherung) Maßnahmen zum Schutz vor Cyberkriminalität vorstellte.

Impulse zur Öffentlichkeitsarbeit lieferten Laura Diegelmann und Roger Seidl mit neuen Strategien und Workshopangeboten. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Berufsbildung: Joachim Kuhn und Thorsten Krämer berichteten über Ausbildungszahlen, Prüfungswesen und Initiativen zur Berufsorientierung.

Im hessischen Brombachtal tagte der Landesverbands des Kfz-Gewerbes: (v.l.) Geschäftsführer Joachim Kuhn, Vizepräsident und Landesinnungsmeister Thorsten Krämer mit Präsident Michael Kraft und ZDK-HGF Jürgen Hasler.(Bild:  Kfz-Gewerbe Hessen)
Im hessischen Brombachtal tagte der Landesverbands des Kfz-Gewerbes: (v.l.) Geschäftsführer Joachim Kuhn, Vizepräsident und Landesinnungsmeister Thorsten Krämer mit Präsident Michael Kraft und ZDK-HGF Jürgen Hasler.
(Bild: Kfz-Gewerbe Hessen)

Mit der Bank 11 wurde zudem ein neuer Partner im Finanzierungsbereich vorgestellt. Ramona Richardt präsentierte entsprechende Kooperationsansätze. Kim Backhaus (Roth Energie) informierte über alternative Kraftstoffe wie HVO100 und E20. Ergänzend gab Technikreferent Thomas Klein einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen rund um AÜK und StVZO.

Bereits am Vorabend der Versammlung waren Johannes Spieß sowie die Vorstandsmitglieder Ralf Baumgärnter, Hans Günther Vögler und Horst Püschel (Kfz-Innung Dieburg-Odenwaldkreis) mit der ZDK-Ehrennadel ausgezeichnet worden.

Die nächste, dann 100. Mitgliederversammlung des Landesverbands ist für den 23. Oktober 2026 bei der Innung Marburg geplant.

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