Ford

70 Jahre Trapos mit der Pflaume

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Schlagzeilen für den Transit

Auch als Transit Supervan III (1995) mit einem 485 kW/650 PS freisetzenden Cosworth-V8 aus der Formel 1, ein unverglaster Kastenwagen, der Stuntsprünge über 15 Pkw absolvierte (ab 1972) oder als seefestes Amphibienfahrzeug für vergnügliche englische Bootsrennen (ab 1980) überzeugte der Wagen. Dann gab es die Schlagzeilen generierenden Fotos vom Transit als Reisemobil für Elefanten (1965), vom Transit-Linienbusverkehr auf der Marathon Distanz London-Australien (16.000 Kilometer) und den Relax-Bussen von Bands wie The Tremeloes, Status Quo oder Coldplay.

Nicht zu vergessen der Auftritt der spektakulären, 7,40 Meter langen Transit-Stretch-Limousine (2007) oder jener von Paparazzi verzweifelt gesuchte weiße Transit Kastenwagen, den die britischen Royals William und Kate 2013 während ihrer Verlobungszeit in Anglesey für Inkognito-Touren nutzten. Hinzu kamen Dynamiker wie der Transit Sport von 2006 als erster Serienkastenwagen mit Le-Mans-Dekor oder der Nugget im Club der populären Campervans. Einer für alle sollte der Transit von Beginn an sein und in den bis heute sieben Transit-Generationen spiegelt sich dies.

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Ergänzung des Sortiments

Ab 2012 ergänzten deshalb die drei Formate Transit Courier, Transit Connect und Transit Custom das Sortiment unterhalb des Fullsize-Transit, der inzwischen mit VW Crafter oder Mercedes Sprinter konkurriert. Außerdem komplettieren die Pkw-Versionen Tourneo Courier bis Custom das Portfolio – da verliert sogar mancher Ford-Händler die Übersicht. Die Krone des Klassenprimus als erfolgreichste Marke leichter Nutzfahrzeuge sichert sich Ford damit seit 2014 souverän. Nicht nur Volkswagen, auch die nachgewachsene Konkurrenz aus Mercedes, Peugeot, Citroen und Fiat hat das Nachsehen.

Vom frühen Schnell-Laster zum modernen Familien- und Freizeitfahrzeug, damit schrieb der Transit ähnlich viel Alltagsgeschichte wie die Transporter von VW. Künftig geschieht das gemeinsam, ab 2023 teilt sich sogar die Nutzfahrzeugversion des VW T7-Bulli die Basis mit dem nächsten Transit Custom: Alles wird anders und zugleich bleiben die beiden beste Freunde und Feinde auf dem Markt.

2020: Kooperation mit VW

Im 21. Jahrhundert wuchs der Transit zur Modellfamilie in vier Größen, um dann das Thema Elektrifizierung zu entdecken. So gibt es den Transit Custom seit 2019 als Plug-in-Hybrid, und zum 70. Jahrestag des Ford Transporters folgt der E-Transit. Vor allem startet der Transit Connect als erstes Kind einer Kooperation mit VW, die auch eine gemeinsame Plattform für kommende Transit und Bulli-Generationen kreieren wird.

Diese 2020 unterzeichnete umfassende Kooperation mit Volkswagen hatte sich Konzernboss Henry Ford II gewiss nicht vorstellen können, als er nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem „No!“ das Angebot der alliierten Siegermächte ausschlug, das Werk in Wolfsburg in eigener Regie zu führen. Andererseits begann schon in jenen dunklen Nachkriegstagen eine erste Zusammenarbeit der Erzrivalen Ford und VW, denn 1948 wurde der wieder aufgelegte Ford Taunus zunächst im Werk Wolfsburg montiert.

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